30 Jahre altes ERP trifft KI: Wie ein Maschinenbauer seine IT umbaut - mit Dr. Johannes Rohde
Das ERP bei WP Kemper ist dreißig Jahre alt. Microsoft Copilot war nach rund einem halben Jahr wieder raus. Johannes Rohde verantwortet beim Hersteller von Maschinen für Großbäckereien die digitale Transformation. Er erzählt Theo, was beim Copilot-Test nicht funktioniert hat und weshalb sein Team lieber ChatGPT nutzt.
An Arbeit mangelt es auch ohne Copilot nicht: Über die Jahre sind rund um das alte ERP zahlreiche Access-Datenbanken, Excel-Listen und einzelne Lösungen entstanden. Ein zentrales Data Warehouse soll den Zugriff auf die Daten vereinfachen und einen späteren ERP-Wechsel erleichtern.
Bei neuen Apps setzt Johannes auf die Mitarbeiter aus den Fachabteilungen. Zwölf Ideen stehen auf der Liste. Eine davon kommt direkt aus der Produktion: Eine App soll die Bereitschaftsplanung erleichtern, inklusive Urlaubswünschen und der Frage, wer letztes Weihnachten schon dran war. Die IT unterstützt bei der Umsetzung mit Power Apps. Trotzdem bleibt einiges zu lernen – und Zeit, die neben dem Tagesgeschäft erst einmal gefunden werden muss.
Für diese selbst gebauten Helfer gilt eine klare Grenze: Fällt eine App aus, muss die Arbeit trotzdem weitergehen können. Theo und Johannes besprechen, wie Mitarbeiter selbst Verbesserungen umsetzen können, ohne dass die Firma von einer schlecht betreuten Anwendung abhängig wird.
Auch im Service gibt es einiges zu tun. Nach mehreren Monaten Montage steht im Bericht manchmal nur: „Maschine aufgestellt“. Johannes hat konkrete Ideen, wie KI den Technikern die Dokumentation erleichtern könnte – damit ihre Arbeit ausführlicher festgehalten wird, ohne dass sie dafür länger am Schreibtisch sitzen müssen.
Transcript
WP Camper baut Maschinen, die 10.000 Donuts pro Stunde produzieren können.
Speaker:Für die Auftragsabwicklung nutzt das Unternehmen aber ein System, das schon über 30 Jahre alt ist.
Speaker:Johannes Rohde kümmert sich dort die digitale Transformation.
Speaker:Er hat mir erzählt, was dabei gut funktioniert und was er nicht.
Speaker:Microsoft Copilot hat sein Team zum Beispiel getestet, aber dann wieder rausgeschmissen.
Speaker:Bei der Entwicklung eigener Apps setzt er auf die Mitarbeiter der Fachabteilungen.
Speaker:Denn die wissen schließlich am besten.
Speaker:welche Aufgaben sie jeden Tag unnötige Zeit kosten.
Speaker:Johannes will Ihnen die Möglichkeit geben, selbst etwas daran zu ändern.
Speaker:Dabei zieht er eine klare Grenze.
Speaker:Eine neue App darf die Arbeit leichter machen.
Speaker:Aber wenn sie ausfällt, der Betrieb trotzdem weitergehen können.
Speaker:Ich bin Theo und ich wünsche euch viel Spaß mit dieser Folge von Beyond AI.
Speaker:Let's go!
Speaker:~ was hatte ich heute bezüglich KI auf dem Schreibtisch?
Speaker:Begonnen heute Vormittag eine Planung mit einem Partner von uns für Entwicklung unseres Field Service Management Tools.
Speaker:Besprechung dazu, welche KI-Funktion wir dieses Jahr noch umsetzen und ins Co-Live bringen wollen.
Speaker:Das ist eigentlich der übliche JetGPT-Begleiter.
Speaker:der mittlerweile tagtäglich dabei ist.
Speaker:Bist du da der einzige bei dir in der Firma, mit JetGPT arbeitet oder habt ihr das komplett standardmäßig schon in die Breite ausgerollt?
Speaker:sehr unterschiedlich und sehr frisch gerade nochmal sortiert.
Speaker:Ende letzten Jahres schon gesagt, wir starten mit einem Testbereich Copilot.
Speaker:Das sind einfach verschiedene User, wo wir gesagt haben, da macht Sinn, wie die Arbeit ausschaut, dass wir die mit Copilot ausstacken.
Speaker:Nach einem guten halben Jahr haben wir für uns entschieden, dass es Copilot nicht ist.
Speaker:In einer Rückfrage auch an die einzelnen Leute kam dann eher so die
Speaker:bescheidene Antwort, ja also ehrlicherweise nutze ich dann doch lieber chatgpt free oder ich habe mir selber irgendeine Proversion geholt, wir von einer IT natürlich überhaupt
Speaker:nicht wollen.
Speaker:Dementsprechend haben uns gerade darauf committed, dass wir im Unternehmen Claude und chatgpt jeweils die Business bzw.
Speaker:bei Claude, ist ja glaube ich die Plus- oder Proversion.
Speaker:freigeben nach gewissen Kriterien und Co-Pilot im Moment erstmal rausnehmen.
Speaker:Aber ohne dass wir da irgendwie eine feste Strategie hinter haben, mehr...
Speaker:tatsächlich erfasst gucken, wie ist es am sinnvollsten und wie können wir es von der IT noch irgendwie administrieren und handeln.
Speaker:Jetzt muss man jetzt genau erklären, wie es zu der Entscheidung kam.
Speaker:Ich kann mich gut erinnern, unser CTO, als der das erste Mal so einen Copilot-Werbespot gesehen hat, also der hat fast gekotzt, ob der Marketing-Frechheit, weil die nur die
Speaker:Promts gezeigt haben und dann quasi so suggeriert haben, dass das alles dann out of the box funktioniert.
Speaker:Also das war damals schon quasi sehr, sehr stark Richtung over-promising.
Speaker:Jetzt habt ihr Copilot quasi wieder zurückgerollt.
Speaker:Mhm.
Speaker:das genau erklären?
Speaker:Was war das?
Speaker:War das die fachliche Qualität der Agenten oder das Chatbots
Speaker:oder eher die Tonalität?
Speaker:Definitiv das fachliche.
Speaker:Also eigentlich zwei Komponenten.
Speaker:Das eine ist, was ich selber genutzt und was ich auch von anderen wiederbekommen habe, einfach, die Ergebnisse, die rauskommen, der Qualität niedriger sind.
Speaker:Eine hundertprozentige Wiederholgenauigkeit habe ich nie, aber da ist sie sehr, sehr niedrig bei Co-Pilot.
Speaker:Wir sind seit Anfang des Jahres komplett drin, mit viel Invest in dem Thema NIS-II-CHA, also dieser tollen EU-Richtlinien, an die wir uns als Maschinenhersteller entweder jetzt
Speaker:schon halten müssen oder dann ab nächstem Jahr halten müssen.
Speaker:Da habe ich natürlich ganz viel versucht, irgendwie einfach mit Gesetzestexte
Speaker:Mhm.
Speaker:eine KI auswerten, was bedeutet das für uns etc.
Speaker:Und das war mit Copilot unterirdisch und mit Chechie Pithier an der Stelle hat das anfänglich auch nicht so super funktioniert, da würde ich mal sagen, dass in letzten drei,
Speaker:vier Monaten noch mal echt viel passiert.
Speaker:Und das andere ist eigentlich der ganze Studio-Bereich.
Speaker:Wir haben es erst mal gestartet, wir gesagt haben, wir sind sowieso schon in einer 365 Umgebung und haben top, dass wir uns Agents erstellen können und da so ein bisschen auch
Speaker:vorsortieren können, was sollen eigentlich unsere Mitarbeiter nutzen, wie sollen sie geführt werden, dass man suggeriert relativ einfach Business-Quellen anbinden kann etc.
Speaker:Und da ist auch über verschiedenste Tests
Speaker:irgendwie am Ende immer rausgekommen, dass die Wissensquellen nicht immer zur Verfügung stehen oder dass das dann mal mal Informationen rangeholt werden und mal nicht.
Speaker:Was ich eigentlich fast noch gefährlicher finde irgendwie.
Speaker:Also wenn ich eine Quelle zur Verfügung stelle, dann möchte ich eigentlich, dass ich immer an die gehalten wird.
Speaker:Ich würde jetzt mal sagen, wir sind außer IT bei uns nicht tausendprozentig sicher, dass nicht irgendwo im Microsoft 365 Admin Center irgendwo ein Haken
Speaker:nicht gesetzt ist oder dass man noch drei, vier Freigaben hätte machen müssen.
Speaker:Nur irgendwann sind wir für uns einfach zum Schluss gekommen, dass wir gesagt haben, irgendwo muss es halt auch einfach machbar sein.
Speaker:Also wir können nicht erst irgendwie vier Schulungen bei Microsoft buchen, damit Co-Pilot das schafft, was andere out of the box schaffen.
Speaker:ja, dementsprechend haben wir jetzt einfach gesagt, wir wollen uns jetzt
Speaker:Jetzt dann mal auf eine saubere Lösung festlegen.
Speaker:Die saubere Lösung sieht im Moment aus, dass wir glauben, dass wir nicht einschränken sollten.
Speaker:Halt ich sowieso nichts von.
Speaker:warum er Copilot Premium braucht, warum er Perplexity braucht oder was auch immer, warum vielleicht das Marketing andere Tools braucht als der Service beispielsweise.
Speaker:Das funktioniert bei uns eigentlich immer schnell auf einen kurzen Dienstweg, aber den Standard wollten wir jetzt erstmal mit den beiden definieren, weil es halt etabliert ist
Speaker:und jeder ist irgendwie schon mittlerweile aus der privaten Nutzung so weit verinnerlicht hat, dass der
Speaker:dass der Schritt nach vorne nicht mehr so groß ist.
Speaker:Aber gerade die Use Cases, die du erwähnt hast, also sowas wie jetzt zum Beispiel lange Texte einzugeben, mit in die Promgen reinzupacken.
Speaker:Was wir gesehen haben bei unseren Analysen auch, wie die Microsoft Copiloten funktionieren, ist, dass die sehr, sehr restriktiv hinsichtlich dessen sind, was die quasi
Speaker:in dem Kontext zulassen und da reinpacken.
Speaker:Und das spiegelt sich da total wider, dass du dann das Gefühl hast oder schlechte Ergebnisse zurückbekommst.
Speaker:Naja, also mein spontaner Guess wäre an der Stelle, das Sprachmodell konnte nichts dafür.
Speaker:Dem wurde nur nicht das ganze PDF gezeigt.
Speaker:Und ChatGPT ist da deutlich offener und Clot ist am tokenverschwenderischsten tatsächlich, wenn es darum geht,
Speaker:nochmal Kontext reinzupacken.
Speaker:Oder was wir auch zum Beispiel gesehen haben, oder das hast du bestimmt auch im Copilot Studio gesehen, die Teilnehmer bei mir in den Schulungen sind immer sehr überrascht, dass
Speaker:auch zum Beispiel die Chat Histories werden gecuttet.
Speaker:der Chatbot sieht nur eine gewisse Anzahl von vergangenen
Speaker:Frage Antwort Pahn.
Speaker:auch das, wenn du dich dann wunderst, warum hat der Bot das jetzt vergessen?
Speaker:Naja, es liegt einfach schon zu viele Prompts in der Vergangenheit.
Speaker:Und da muss ich echt auch sagen, da macht Anthropic mit Claude momentan vieles richtig.
Speaker:Die gehen einfach rein und sagen, ja, okay, dann überladen wir das Modell tendenziell eher mit Kontext.
Speaker:Scheiß drauf.
Speaker:Und am Ende ist es vielleicht für uns teurer.
Speaker:Aber wir gewinnen Marktanteile, sonst kündigen uns die Leute.
Speaker:Genauso wie es euch jetzt passiert ist.
Speaker:Definitiv.
Speaker:Ich könnte gerade tatsächlich nicht mal sagen, wie es jetzt heute ist.
Speaker:Weil es ist ja in dem Kontext echt schwierig, live zu sagen, wie heute die Qualität ist im Vergleich dazu, wie es vor vier Monaten war.
Speaker:war es beispielsweise bei mir so ungefähr das letzte Mal, dass ich dann wirklich gesagt habe.
Speaker:Mhm.
Speaker:Ich versuche das wirklich und probiere mein Glück.
Speaker:da war es dann auch tatsächlich so, dass man beispielsweise die ganze EU-Nistweihe-Richtlinie gar nicht...
Speaker:Also, wo einfach die Rückmeldung kam, das ist nicht alles in einem verarbeitbar.
Speaker:Das müsste dann gesplittet werden.
Speaker:Und das war damals auch schon bei Chetjipiti so, dass das eben funktioniert hat.
Speaker:Da ist dann die eigene Arbeitszeit gegenüber...
Speaker:vom Unternehmen mit 20 Euro ist da ja ehrlicherweise im Moment, ich glaube auch nicht, dass es so bleibt, aber im Moment ist es ja, als ob es nichts wäre.
Speaker:Dann nutzt man natürlich das.
Speaker:Da hängen jetzt natürlich noch ganz viele Themen dran, Datenschotze etc.
Speaker:Bevor wir da eintauchen, ganz wichtig, dass wir unsere Zuhörer auch nochmal abholen, in welchem Kontext das alles passiert, was du gerade schon beschrieben hast und beschreiben
Speaker:wirst.
Speaker:WP Kemper ist ein Maschinenbauunternehmen.
Speaker:Erklär uns nochmal genau, was macht ihr bei euch in der Firma?
Speaker:Was ist das Geschäftsmodell?
Speaker:Wie groß seid ihr, damit wir so bisschen den Rahmen auch gegriffen bekommen?
Speaker:Also ja, wir sind WP Kemper GmbH mit Sitz in Riedberg.
Speaker:Wir gehören zur WP-Gruppe, die wiederum zur Horstmann-Gruppe mit Sitz in Bielefeld gehört.
Speaker:Was wir tun, ist im Prinzip Maschinen für die industrielle Backtechnik herstellen.
Speaker:Das beginnt bei uns sowohl von einer Größe als auch historisch mit Knetern.
Speaker:Unwissenden davon erzähle, ich meistens, ist, dir eine KitchenAid vor und multiplizier das in der Größe mal 10 in etwa, dann ist das das kleinste, womit wir anfangen, bis hoch zu
Speaker:Teigverarbeitungsmengen von 400 Kilo.
Speaker:Da startet es bei uns und läuft dann weiter, dass wir, ja...
Speaker:Maschinen für die Brotherstellung machen, für die Brötchenherstellung, also für das, was jeder so tagtäglich, der Filialbäcker, der verschiedenste Brötchen in der Auslage hat.
Speaker:Da haben wir eben Maschinen im Portfolio, die das sehr individuell und flexibel abbilden.
Speaker:Und wo mittlerweile unser Kern hinläuft, eigentlich der Bereich Fettbacken.
Speaker:Also sprich Berliner Herstellung, Donut-Herstellung.
Speaker:sind wir zumindest, was Europa angeht, so ziemlich der einzige Hersteller, der wirklich von vorne von der Knetung bis am Ende der Linie bis zur Verpackung oder bis zur Frostung
Speaker:alles aus einer Hand anbietet.
Speaker:Wir da so Linien von Größenordnungen von 36.000, 40.000 Produkten pro Stunde.
Speaker:Und von der Verteilung her würde ich fast behaupten, jeder Mensch, in Deutschland irgendwie mal ein Donut oder ein Berliner zumindest aus dem Supermarktbereich mal gekauft
Speaker:hat, wird auch irgendwie mal ein Produkt gekauft haben, was von einer Linie von uns kommt.
Speaker:Von der Größenordnung sind wir aktuell so auf dem Weg kurz vor 180 Mitarbeitern, etwas über 50 Millionen Umsatz.
Speaker:Also so ein klassisches, ja, kleines mittlerisches Maschinenbauunternehmen.
Speaker:persönlicher werde gang ich hab dich noch mal gestalkt und mir deine
Speaker:deine promotion zumindest vom titel hereingezogen du warst ja im bereich additive fertigung unterwegs
Speaker:und warst dann auch nach der promotion in dem bereich tätig bis dann rüber gewechselt zu wp camper was war anderer auslöser aus deiner quasi vertrauten domäne noch mal
Speaker:auszubrechen und sozusagen das
Speaker:Bereich additive Fertigung, Backmaschinen, da wirklich auch ein Pivot hinzulegen.
Speaker:Bei beiden entsteht irgendwas.
Speaker:Ehrlicherweise gar nicht so komplett 180 Grad Wendungen oder auch nicht so wirklich romantisch, sondern ich fand 3D Druck oder additive Fertigung immer spannend, habe mich da
Speaker:im Studium sehr schnell für beschäftigt oder interessiert.
Speaker:Irgendwie war es aber immer so, dass ich gesagt habe, dass es definitiv nichts was für immer ist, weil das ist ein mega Hype-Thema und das ist ein Thema was...
Speaker:ja...
Speaker:Ich habe für mich immer gedacht, das ist eine Nische, das wird eine Nische bleiben, ist eine tolle Fertigungstechnologie, aber es wird gerade viel zu heiß gekocht und es fischen
Speaker:viel zu viele Menschen in dem Bereich mit rum, als das am Ende so viel dabei stehen bleibt, dass ich da hundertprozentig sicher bin, dass ich in dem Bereich bleiben kann und
Speaker:dementsprechend habe ich mir so gedacht, ja, mein Leben lang 3D-Druck.
Speaker:Und der Wechsel ist einfach durch die Situation hergekommen, dass ich damals schon an der Uni in einem Forschungsprojekt begonnen habe, bei dem wir mit beiden Firmen, also sowohl
Speaker:Krause Dymatec, wo ich vorher unterwegs war, als auch WP Kemper, die beiden als Forschungspartner hatten.
Speaker:Beide gehören in die Horstmann Gruppe.
Speaker:Das heißt, es war auch ein interner Wechsel in der Unternehmensgruppe.
Speaker:Und Dymatec ist einfach
Speaker:Ein 3D-Dienstleister waren damals, glaube ich, sechs oder sieben Mann.
Speaker:Da ist einfach irgendwann mit der persönlichen Entwicklung Ende.
Speaker:Dementsprechend war Kemper dann der nächste logische Schritt, weil ich auch vorher schon das Produktportfolio von hier kannte, die Leute kannte, die Art und Weise, wie die
Speaker:Mitarbeiter ticken kannte.
Speaker:Seit 2021 ist ihr dann rasant durch die WP Kemper durchgegangen.
Speaker:Du warst der Director in der Kundenbetreuung und jetzt seit Anfang des Jahres Director of Digital Transformation.
Speaker:Der Titel hört sich erstmal ziemlich gefährlich an.
Speaker:Director of Digital Transformation.
Speaker:Kannst uns das nochmal transparent machen?
Speaker:Was bedeutet das im Arbeitsalltag?
Speaker:~ alles und nichts.
Speaker:Im Arbeitsalltag heißt es eigentlich, ich glaube so wie es jeder hat, wir haben ein großes langfristiges Projekt vor, das wir sagen, wir jetzt gar nicht so Gas geben in Richtung
Speaker:Digitalisierung.
Speaker:sind wir glaube ich schon relativ gut unterwegs und da ist auch die jetzten Jahre sehr sehr viel passiert.
Speaker:Ganz im Gegenteil, ist eher so ein bisschen das Problem, dass wir da sehr sehr viel Wildwuchs haben, ein sehr altes ERP-System haben, wo drum herum ganz viel entstanden ist.
Speaker:Mittlerweile leider sehr sehr viel Chaos entstanden ist und wir für uns selber gesagt haben, wir brauchen dringend Ordnung, weil bevor wir überhaupt sinnvoll über wirkliche
Speaker:KI-Nutzung im Unternehmen nachdenken,
Speaker:müssen wir erstmal Ordnung schaffen.
Speaker:Dementsprechend haben wir uns letztes Jahr zusammengesetzt und gesagt, wir brauchen diese Stelle und wir müssen irgendwie die IT bei uns ein bisschen auf ein höheres Level heben im
Speaker:Sinne von Sichtbarkeit, Wert für das Unternehmen.
Speaker:im anderen Bereich des Klein-Klein eben IT eines
Speaker:mittelständischen Unternehmens, wobei ich da ehrlicherweise sehr froh bin, dass ich mich herum aktuell drei und im nächsten vier gute Leute habe, die das eigentlich zu 99,9
Speaker:Prozent abfangen, weil irgendwo bin ich doch Quereinsteiger.
Speaker:Du hast vorhin von wir aus der IT gesprochen.
Speaker:Das ist ja immer die Frage.
Speaker:Man schafft jetzt so eine Stelle, digitale Transformation.
Speaker:Und ich habe bisher schon quasi alle Modelle gesehen, dass man sagt, man gliedert das unter die IT oder neben die IT oder macht irgendwie eine Stabsstelle.
Speaker:Verschiedenste Varianten.
Speaker:Wie habt ihr das genau gemacht und wie bist du zufrieden damit?
Speaker:Wir haben es so gemacht, ich eben diese Stabsstelle prinzipiell übernommen habe.
Speaker:haben gesagt, die IT, so ganz durch ist es noch nicht, also auf dem Papier ja, heißt jetzt eben nicht mehr IT, sondern DTI, also sprich digitale Transformation und IT.
Speaker:Wir sitzen da in einem Großraumbüro im Verwaltungsgebäude.
Speaker:Das heißt, meine eigene Position ist als Stabsstelle gesetzt, aber gleichzeitig stehe ich sozusagen der Abteilung vor, auch wenn es sich eigentlich nicht so in dem Sinne anfühlt,
Speaker:sondern es ist in dem Sinne eher so, doch noch sehr das Gefühl von Projektarbeit im Moment.
Speaker:finde ich eigentlich sehr gut, weil für mich ist es ein Projekt.
Speaker:Das ist zwar glaube ich ein Projekt, das, wenn man es durchgängig zieht, nie 1000 % endet, aber wir haben ein paar Schritte vor und irgendwann sind diese Schritte auch erledigt und
Speaker:dann ist die Transformation hoffentlich irgendwann auch abgeschlossen.
Speaker:Und dann müssen wir uns überlegen, wir die Abteilung nochmal umbenennen oder ob es einfach eine kontinuierliche Transformation ist.
Speaker:Also so wie sich die technologischen Bausteine im KI-Sektor entwickeln, sieht es momentan eher so aus, wenn das eine everlasting transformation wäre.
Speaker:Das war witzigerweise auch das Schlussstatement von meinem letzten externen Gast im Podcast, dem Tom Deuster.
Speaker:Den hatte ich
Speaker:gefragt, was kommt nach der aktuellen KI-Welle, war seine Antwort.
Speaker:Ich verkürze es jetzt, aber war so, ja, dann kommt die nächste KI-Welle.
Speaker:Also da war ganz klar die Aussage, das wird uns noch echt lange, lange, lange Zeit begleiten.
Speaker:Ja, es stimmt.
Speaker:ich habe mir die letzten Tage natürlich auch irgendwie so ein bisschen was gedacht, was in Vorbereitung, was machst du eigentlich und wie ist das eigentlich mit der ganzen Thematik
Speaker:und vor allem, wenn ich es jetzt im Vergleich zum 3D-Druck nehme, was wir eben hatten.
Speaker:Es sind beides Hype-Themen und im Normalfall sagt man nach der Hype-Kurve kommt im
Speaker:wo erstmal nichts mehr passiert und bei der KI frage ich mich, also nein frage ich mir nicht, ich glaube nicht, dass sie kommen wird, sondern im Moment geht es einfach so rasant
Speaker:an der Stelle weiter, dass das Teil der Tränen, weiß ich nicht wie das aussehen soll, weil ich sehe es nicht.
Speaker:Naja, vielleicht ist es relativ gesehen ein Tal der Tränen, aber absolut ist das allein, was jetzt schon mit den KI-Modellen funktioniert, schon so geil, dass es sich nicht
Speaker:anfühlt wie ein Tal der Tränen.
Speaker:Johannes, du hast jetzt vorhin schon den Transformationsprozess ja grob auch aus den verschiedenen Perspektiven beschrieben.
Speaker:Vielleicht auch ohne es zu merken, aber bei mir gehen da sofort die einzelnen Lichter an.
Speaker:Du hast beschrieben, ihr habt Prozesse, die noch nicht ordentlich sind, also durch einen Chaos.
Speaker:Und auf der anderen Seite eine Lösung, ein ERP-System, von dem du mir auch erzählt hast, dass schon etwas in die Jahre gekommen ist, das sehe ich sehr, sehr häufig.
Speaker:Und dann stellt sich natürlich die Frage, okay, wie geht man vor?
Speaker:Einen Fehler macht sie auf jeden Fall nicht, nämlich Quatschprozesse zu skalieren, weil dann kriegt man noch mehr Quatsch.
Speaker:Also in die Falle tappt ihr auf jeden Fall nicht.
Speaker:Und was mich jetzt interessieren würde, wie ist denn deine Strategie und deine Taktik jetzt
Speaker:Ordnung in dieses Prozesschaos zu bringen.
Speaker:Also gehst du da ganz klassisch vor mit Stift und Papier und hörst quasi erstmal wie ein Psychologe zu oder habt ihr auch dafür, habe ich auch schon gesehen, KI-Agenten gebaut,
Speaker:die versuchen auch diesen Ordnungsprozess zu automatisieren.
Speaker:Was ist denn da auch mit der Menge an Mitarbeitern, die ihr in der Firma habt, da dein Approach?
Speaker:Also im ersten Schritt ist es vor allem ein technischer Ansatz, den wir haben, weil wir gesagt haben, möchten aus dem Wust, also der Wust, bei uns besteht ist im Moment vor allem
Speaker:auf Systemseite, dass zig verschiedene Systeme aufs ERP-System zugreifen, irgendwelche Exist-Datenbanken laufen, die klassischerweise irgendwie die Firma halten.
Speaker:letzten Jahren kam der Ansatz, wir müssen eine Access-Datenbank auf das nächste Level heben und haben daraus Power BI-Berichte gestrickt.
Speaker:Die Power BI-Berichte fußen aber im Endeffekt auch nur auf den Access-Datenbanken, die aus dem ERP kommen.
Speaker:Also so der absolute Klassiker.
Speaker:Der allererste und wichtigste Ansatz, den wir im Moment fahren, ist, dass wir ein Data Warehouse aufbauen.
Speaker:Du das Ganze für uns bisschen vereinfacht.
Speaker:hast es eben gesagt, ein uraltes ERP-System.
Speaker:hat dieses Jahr 30-jähriges Jubiläum gefeiert.
Speaker:Herzlichen Glückwunsch!
Speaker:Es spielt nicht nur darauf ein, wir Ordnung schaffen für Kain-Nutzung, sondern auch darauf, dass in den nächsten Jahren, ob es jetzt 2, 3, 4 sind, ist völlig egal, aber wird
Speaker:ein wechseltes ERP-System kommen.
Speaker:Herausforderung, die wir da sehen, ist gar nicht unbedingt das ERP-System abzuschalten, weil das betreut bei uns eigentlich wirklich nur noch die absolut klassischen
Speaker:kaufmännischen Prozesse, also eine Auftragsabwicklung.
Speaker:Unser Vertrieb beispielsweise, die tragen dann eine Angebotsnummer im ERP-System ein und führen dann das Angebot in ProSAR in Word weiter.
Speaker:Also eigentlich werden nur Nummern transportiert.
Speaker:das erstmal sauber zu kriegen, zu sagen, es gibt nur noch eine Schnittstelle vom ERP-System und das ist das Data Warehouse und alle anderen Systeme müssen sich dann aus
Speaker:dem Data Warehouse bedienen und spielen auch wieder darauf ein, würde für uns in ein paar Jahren bedeuten, wir haben eben nur noch diese eine Schnittstelle, auf die wir wirklich
Speaker:aufpassen müssen.
Speaker:Die muss sauber sein und wenn wir den Prozess mit einem neuen System beherrschen, wird es natürlich auch Nebenthemen geben, aber zumindest ist der Wust erstmal ein bisschen
Speaker:einreduziert.
Speaker:Also das ist der erste Ansatz, den wir technisch gehen.
Speaker:Dazu haben wir bis jetzt erstmal vor allem inhaltlich gearbeitet, Tabellen normalisiert etc.
Speaker:pp.
Speaker:Ab 1.8.
Speaker:bekommen wir dann eine neue Mitarbeiterin, die sich dann Vollzeit das Thema kümmert.
Speaker:und wirklich den Umbau vorantreiben soll.
Speaker:Und das andere ist im Moment eigentlich auf Sicht.
Speaker:Also gar keine große Strategie dahinter, sondern wir oder ich versuche.
Speaker:eigentlich im Moment noch so ein bisschen dadurch, dass ich noch relativ eng verwurzelt bin mit dem Service und das auch natürlich erstmal bleibe, weil im Endeffekt bleibe ich
Speaker:weiterhin verantwortlich bei uns im Haus auch für den Gesamterfolg vom Service.
Speaker:Da so ein bisschen die Strategie im Moment war, zu zeigen, wir machen hier vielleicht so eine Art Leuchtturmprojekt und zeigen, was man alles eigentlich machen kann, wie viel
Speaker:Arbeit
Speaker:man sich selber erledigen kann, wie viel freien Raum man schaffen kann, wenn man Digitalisierung wirklich sauber denkt und Prozesse von vorne bis hinten sauber durchdenkt.
Speaker:Und hoffe und teilweise merke ich es auch schon, dass dann aus den anderen Abteilungen einfach dann so langsam die Aha-Momente kommen.
Speaker:Ich glaube auf der anderen Seite, man das ganze Thema irgendwie versucht rein zu pressen, also sich irgendwie die Prozesse von außen vornimmt und sagt, wir gehen jetzt eure
Speaker:tagtägliche Arbeit durch und wir optimieren das jetzt erstmal.
Speaker:Ich glaube, da wird man im Moment scheitern, einfach die Technologien auf der anderen Seite so schnell sind, dass ich gar nicht...
Speaker:Dann erkläre ich heute, was man mit KI veranstalten kann und morgen funktioniert KI anders.
Speaker:da ist eher, dass ich glaube, im Moment muss man einfach die Leute dazu motivieren, im Rahmen dessen, was man als Unternehmen machen kann, zu probieren.
Speaker:rechts und links zu gucken und zu merken, hoppla, die anderen werden schneller und den anderen geht es ein bisschen besser bei der Arbeit.
Speaker:Das möchte ich auch haben.
Speaker:Und deine Arbeitsgrundlage, also ich hänge mental gerade noch bei dem Step.
Speaker:Du hast Mitarbeiter, Kolleginnen, Kollegen, arbeiten auf eine gewisse Art und Weise.
Speaker:Du hast gerade schon erwähnt, das ERP-System, okay, da tragen die Vertriebler vielleicht die Nummer ein, aber dann wird im Word weitergearbeitet.
Speaker:Das ist ja für dich erstmal, wenn du jetzt sagst, okay, du kommst vielleicht neu auch in diese Rolle mit rein und musst jetzt erstmal eine Prozessübersicht erlangen.
Speaker:Eine totale Blackbox.
Speaker:Also, weil woher sollst du wissen, was die mit Word machen?
Speaker:Du kannst dir keinen Account anlegen im ERP-System, das alles durch exerzieren, weil dieser Prozessschritt bzw.
Speaker:diese Prozesskette ist für dich einfach nicht da, sozusagen als extern, der da mit reinsteigt.
Speaker:Und wie habt ihr da euer Vorgehen gewählt?
Speaker:Ich habe schon mitbekommen, viele Firmen, gehen her und deklinieren erst mal alle Firmenprozesse in BPMN 2.0 Notation, was natürlich immenser Aufwand ist.
Speaker:Die nächsten sagen, wir lassen es drauf ankommen, bauen jetzt das Neue und erst wenn sich jemand beschwert, gibt es ein neues Feature und einen neuen Subprozess etc.
Speaker:Also gibt er die verschiedenen Strategien.
Speaker:Oder sagst du, du bist einfach schon so ein alter Hase in der Firma, du kennst dich einfach aus und weißt quasi qua Bauchgefühl, was Sache ist.
Speaker:Weil das ist sozusagen etwas, wo ich auch häufig Feedback gebe, dass die Leute zu schnell starten mit einer Implementierung und einer Initiative, obwohl die noch gar nicht wissen.
Speaker:Was ist eigentlich die Prozesslandkarte?
Speaker:Einerseits glaube
Speaker:ich, dass ich sehr viele Prozesse sehr gut kenne, weil bei uns in der Firma der Service schon so aufgehängt ist, dass man eigentlich über jeden Prozess von davor irgendwann mal
Speaker:drüber sträupert.
Speaker:Eigentlich gibt es wenige Abläufe im Unternehmen, wo man nicht...
Speaker:mit hatte und weiß wie die Sachen gemacht werden.
Speaker:Klar es gibt auch bei uns immer noch Überraschungen.
Speaker:Wir für dieses Jahr Citizen Developer Projekte gestartet, wo Mitarbeiter in den Abteilungen selber aktiv werden sollen, eigene Themen, wo sie sagen, da kann man
Speaker:digitalisieren, da kann man was optimieren, die zu begleiten, Power Apps zu bauen, wo man dann feststellt, wie sehen denn die Prozesse, die dahinter laufen, gerade tatsächlich noch
Speaker:aus.
Speaker:Also Typen-Schilder war da ein Fall, die
Speaker:Die die Konstruktion vorgegeben.
Speaker:Die Vertriebsindienste bekommen das in einem Excel-Formular.
Speaker:Das Excel-Formular baut aus diesem Eintrag ein PDF.
Speaker:Das PDF wird an die AV geschickt.
Speaker:Die AV drückt das PDF aus und geht zum Nadel-Drucker und macht das Typenschild.
Speaker:Aber auch nur halb, weil das Auslieferungsdatum muss drauf, wenn das Auslieferungsdatum ansteht.
Speaker:Das weiß man am Anfang der Maschine noch nicht.
Speaker:Also legt man sich das beiseite und wartet.
Speaker:dass man dann im richtigen Moment auch an der Stelle ist, das dann wieder anzubringen.
Speaker:Also solche Themen, klar, die kann man gar nicht suchen, die kann man nicht von vorne nach hinten durcharbeiten, wäre aber auch nicht mein Anspruch.
Speaker:Also ich glaube nicht, dass wir bei uns so in Sachen Digitalisierung arbeiten müssen, dass ich jetzt auch die Prozesse alle komplett neu vorgebe, sondern
Speaker:Mein Ansatz ist eigentlich eher dahin zu gehen, die Leute da wo sie selber Probleme sehen, wo sie selber sagen, das nervt mich tagtäglich, da dann irgendwie Input zu geben.
Speaker:Und wenn man es da dann umstellt, dann muss man natürlich auch zusehen, dass der Prozess danach sauber läuft.
Speaker:Aber von vorne nach hinten das zu machen, ja.
Speaker:Ich glaube, funktioniert im Moment nicht, weil dahinter einfach zu viel zu schnell läuft.
Speaker:Das ist jetzt gerade schon das Citizen Developer Konzept oder dieses Programm erwähnt.
Speaker:Erklär uns das bitte genauer.
Speaker:Wie seid ihr da vorgegangen?
Speaker:Wer darf da mitmachen?
Speaker:Ja, also wir haben unabhängig davon sowieso schon seit solange wie ich hier bin immer mal wieder kleinere Projekte gestartet, wo wir gesagt haben, es muss nicht immer alles über
Speaker:den Abteilungsleiter laufen und es muss auch nicht immer irgendwie super geordnet sein, sondern manchmal kann man sich auch einfach mal ein paar Leute rauspicken, von denen man
Speaker:entweder glaubt, dass die einfach
Speaker:nötigen Anschub brauchen, brauchen ist der falsche Begriff, nötigen Anschub oder nötige Unterstützung, die Qualität, die sie haben, nochmal irgendwie anders rauszubringen.
Speaker:Da hatten wir zuerst mal vor drei Jahren glaube ich das Team Future, wo es einfach viele Prozesse allgemein ging, die im Unternehmen verbessert werden sollten.
Speaker:Qualität.
Speaker:die als Gesamtprojekt, als nicht Verantwortliche in dem Moment, sondern einfach nur Beteiligte in den Prozessen dafür sorgen sollten, dass wir auf unseren Baustellen weniger,
Speaker:wir pflegen so offene Punkte-Listen, mit was noch alles abzuarbeiten ist und sie sind mit Projekt und Projekt immer länger und immer größer geworden, das wieder sauber rein in gute
Speaker:Bahnen zu bringen.
Speaker:Und das letzte war eben, dass wir gesagt haben,
Speaker:Eigentlich gibt es in jeder Abteilung genug Digitalisierungsthemen.
Speaker:Das Beste, was passieren kann, ist, dass die Mitarbeiter es selber machen und selber vorantreiben.
Speaker:Sie dann eben die Idee gehabt und langsam läuft sie dann auch tatsächlich an.
Speaker:zu sagen, auch da wieder, sind im Microsoft 365 Umfeld, wir nutzen sowieso die Power-Plattform schon, lasst uns im Endeffekt eine Camper-App komplett aufbauen, das
Speaker:Camper Board, bei dem ausgewählte Mitarbeiter und ausgewählt hieß, wir haben
Speaker:Endeffekt theoretisch einen Mini- Bewerbungsprozess durchgeführt, was am Ende nicht wirklich ein Bewerbungsprozess war, sondern wir haben einfach gesagt, die, die Interesse
Speaker:haben, die, das machen wollten, denen lassen wir auch die Möglichkeit.
Speaker:Haben mit den einzelnen Projektideen durchgesprochen, welche Themen sie durcharbeiten möchten.
Speaker:Abhängig von der Abteilung sind da natürlich total unterschiedliche Level rausgekommen.
Speaker:Ist irgendwie logisch.
Speaker:In der Elektro-Konstruktion ist
Speaker:logischerweise ein anderes Level als beispielsweise aus der Produktion oder aus dem Vertrieb kommt, einfach weil mehr Affinität zum Thema ist.
Speaker:Ja, und haben da einfach nur gesagt, wir geben den Rahmen, wir bauen das rechte Rollenmanagement auf, wir machen sozusagen den Startscreen für die App.
Speaker:und ihr entwickelt einzelne Module, die wir nach gewissen Regeln dann eben langfristig in das Camperboard nach und nach übertragen.
Speaker:Da sind wir jetzt so, dass wir jetzt langsam dann wirklich in den Entwicklungsbereich reinkommen.
Speaker:Also das hat schon sehr lange gedauert, ich habe es ein bisschen unterschätzt, wie grundlegend man selber dann irgendwann sowas wie Datenbankverständnis für sich selber
Speaker:sieht und denkt, dass das andere auch alle haben.
Speaker:Und so eine Idee wie eine App aussieht hat irgendwie jeder, was das für die Datenbanken-Struktur dahinter aussieht, welche Relationen man braucht und so weiter und so
Speaker:fort.
Speaker:Das ist eben nicht der Fall.
Speaker:Da haben wir lange dran geknausert.
Speaker:Aber langsam kommen wir da eben in die Umsetzung.
Speaker:Und da ist einfach langfristig unser Ziel, ich möchte bei uns Unternehmen in jeder Abteilung möglichst einen Mitarbeiter haben, der besser nicht der Abteilungsleiter ist,
Speaker:aber sich in irgendeiner Art Weise dafür verantwortlich fühlt, Digitalisierung nach vorne zu bringen.
Speaker:Weil das sind im Normalfall die Leute, wissen,
Speaker:Zeit verloren geht, wo Arbeit auch keinen Spaß macht.
Speaker:An den Stellen, wo Arbeit keinen Spaß macht und ich bin nicht in der Montage gerade, weil da kann man natürlich nicht alles digitalisieren, aber vor allem alles, was ein
Speaker:PC-Arbeitsplatz ist und man hat Arbeit, keinen Spaß macht, ist zu 90 Prozent, würde ich mal sagen, ein Thema, was man irgendwie automatisieren oder vereinfachen kann.
Speaker:Und das sind eben für mich die Leute, von denen müssen die Ideen kommen.
Speaker:Ein Abteilungsleiter möchte im Normalfall bessere Ergebnisse.
Speaker:Wie man dahin kommt, wird von dem einen oder anderen natürlich besser oder schlechter gesehen, aber am besten kommt es von dem, der tagtäglich davon genervt ist.
Speaker:Wie weit seid ihr mit der Umsetzung dieser Bausteine, die in das Camperboard reingehen?
Speaker:Also kannst du mit uns schon quasi mal zwei extreme Teilen, einmal ein Beispiel für eine Idee, die sehr, sehr gut umgesetzt werden konnte.
Speaker:Und vielleicht gibt es auch eine Fuckup Story, die so gar nicht geklappt hat.
Speaker:Ne, sind wir tatsächlich noch nicht weit genug mit.
Speaker:Also es ist im Prinzip so, wir haben zwölf verschiedene Ideen ausgewählt.
Speaker:Davon sind jetzt sechs, sodass ich sage, wir sind in einer Phase, wo wir kontinuierlich Termine zu machen.
Speaker:Und bei sechsen ist es immer noch so, dass wir im Endeffekt die Anforderungserhebung und weitergegangen ist es noch nicht.
Speaker:ist aber für mich auch nicht dramatisch oder schlimm, weil auch da geht es wieder darum, es hilft ja nicht, die Leute zu überfahren, sondern es muss irgendwie von den Leuten
Speaker:selber kommen, weil es ist nur eine Top-Leistung bei uns, ehrlicherweise auch.
Speaker:Natürlich haben wir vor, gesagt, die Abteilungsleiter müssen für die Leute, die sich daran beteiligen, den notwendigen Freiraum schaffen.
Speaker:Die Realität ist natürlich, dass am Ende des Tages Geschäfts
Speaker:irgendwo vorgeht, weil damit verdienen wir heute das Geld und das ist auch richtig so.
Speaker:Welchen dieser 6 Bausteine bist du am meisten gespannt?
Speaker:Ehrlicherweise soll es eine Notdienst-App aus der Produktion geben.
Speaker:Darauf bin ich sehr gespannt, weil sie total unstrukturiert ist.
Speaker:Also jetzt nicht die Idee, sondern das ist ein Thema,
Speaker:Überall anders haben wir Einzelprozesse, relativ einfache Sachen.
Speaker:Da sind bisher Excel-Tabellen gepflegt worden oder ähnliches.
Speaker:Das ist ganz gut händelbar.
Speaker:Bei der Notdienst-App geht es darum, sind ja ein Hersteller für Maschinen in der Lebensmittelindustrie, blöderweise in der Grundversorgung in dem Fall.
Speaker:Das heißt, wir haben eine hohe Dringlichkeit, dass unsere Kunden durchgängig produzieren können.
Speaker:Dementsprechend haben wir einen 24-Stunden-Notdienst.
Speaker:Das ist bei uns so aufgebaut, dass der verteilt ist auf Servicetechniker und Produktionsmitarbeiter.
Speaker:Jeweils auf elektrisch und mechanisch, sodass wir pro Woche immer zwei Mitarbeiter im Notdienst haben.
Speaker:Die haben in der Woche Rufbereitschaft.
Speaker:Das glaube ich, ein relativ normales Thema, was viele Maschinenbauunternehmen haben.
Speaker:Und da ist natürlich jedes Jahr ein in gewisser Hinsicht ein Geschacher, mit welcher Woche nimmt wer, was passiert, wenn man in einer Woche bald dann doch nicht kann, weil
Speaker:theoretisch kann ich ja nicht mal auf eine Hochzeit oder ähnliches gehen und da habe ich natürlich am Anfang des Jahres noch nicht immer 100 % Sicherheit, dass ich mein Jahr
Speaker:komplett durchplanen kann.
Speaker:Das andere ist, dadurch, dass wir da gerade Produktionsmitarbeiter auch dabei haben, haben wir halt Mitarbeiter,
Speaker:Die haben kein eigenes Notebook, die kommen relativ selten an die Daten ran, die haben auch kein Firmenhandy, das heißt die kommen einfach...
Speaker:Grundlagen, die sie brauchen, den Notdienst auszuführen, ganz selten ran.
Speaker:Im Normalfall dann, wenn sie Notdienst haben.
Speaker:Und der Mitarbeiter da aus der Produktion hat eben den Plan, einerseits die Notdienstplanung darüber abzufangen.
Speaker:die ist bei uns schon relativ komplex.
Speaker:Wir stellen am Anfang des Jahres immer eine Abfrage in die Produktion.
Speaker:Jeder hat zwölf Veto-Wochen.
Speaker:Es gibt so Regeln mit, wer Kinder hat, ist in den Sommerferien ausgeschlossen oder darf nur einmal ran, etc., wer letztes Jahr Weihnachten gemacht hat, muss nächstes Jahr
Speaker:garantiert keinen Feiertag machen.
Speaker:All solche Geschichten, soll in die Power App.
Speaker:Gleichzeitig soll da rein, dass das prinzipiell so ein Punkt ist, von dem man auf alle Daten zugreifen kann, also Formulare, Prozessbeschreibungen, Hilfeseiten etc.
Speaker:Wie man den Notdienst durchführen kann.
Speaker:Und on top soll eine Tauschbörse reinkommen, im Sinne von ich tausche meinen Notdienst gegen was auch immer, eine andere Woche.
Speaker:Wahrscheinlich wird es ja auch auf hinaus laufen, dass sonst was getauscht wird, aber...
Speaker:Gut, das ist auf jeden Fall spannend, einfach der Scope total, ja, da kann man sich unendlich verlieren, weil theoretisch kann ich die ganze Firmenlogik reinpacken, weil in
Speaker:einem Notdienstprozess läuft halt alles ab.
Speaker:Von Kundenanfrage bis Rechnungsstellung könnte ich da alles reintun.
Speaker:Wenn ich dich richtig verstanden habe, ihr macht es jetzt so, ihr gebt quasi die Infrastruktur mit in diese Geschichte mit rein, ihr kümmert euch, dass das Datenbankschema
Speaker:konsistent ist, dass die Konnektoren da sind, dass es quasi eine Laufzeitumgebung gibt, wo das überhaupt funktioniert und konkret ausgestaltet wird die App aber dann von den Leuten,
Speaker:die es betrifft.
Speaker:Genau.
Speaker:es ist so angelegt, es gibt für jedes Modul, sprich die Apps werden in einer Lösungsumgebung entwickelt.
Speaker:Vom Plan her im ersten Schritt Datenbankstruktur SharePoint.
Speaker:Sobald sie
Speaker:Das ist langsam in Richtung Produktivumgebung.
Speaker:Also irgendwann müssen Sie natürlich aus der Entwicklungsumgebung in die Produktivumgebung umziehen.
Speaker:Spätestens in dem Moment muss ein Umzug ins Dataverse erfolgen mit der Datenbankstruktur und im Endeffekt haben die ansonsten nur die Vorgabe von uns, es gibt für jedes Modul
Speaker:einen festen Header, damit so das Grunddesign erstmal irgendwie identisch und wiederkehrend ist.
Speaker:seine Button auf dem Handy oder auf dem PC hat und das nicht mit jeder App, die jemand neu entwickelt, ständig neu passiert.
Speaker:Und so ein paar Grundlagen dahinter gesetzt, dass wir einfach die Freiheit gegeben haben, ihr könnt ausschließlich fürs Handy entwickeln, ihr könnt ausschließlich für den PC
Speaker:entwickeln, ihr könnt es responsiv entwickeln, entscheidet im Endeffekt aber dann über
Speaker:Vorgaben, ihr uns macht, wird es auf dem Handy überhaupt angezeigt, wenn es eine Desktop-App sein soll etc.
Speaker:Im Endeffekt haben die die komplette Freiheit von vorne nach hinten.
Speaker:Auch da natürlich mit gewissen Vorgaben Namenskonventionen einhalten, so dass wir es administrieren können.
Speaker:Aber ansonsten ja, komplette Freiheit.
Speaker:ist gerade sehr, spannend bei uns in der Firma.
Speaker:Wir arbeiten an der Next Generation unserer KI-Plattform Hallerium und dort ist das, was du als Dataverse schrieben und bezeichnet hast, auch ein integraler Bestandteil.
Speaker:Das heißt, jeder Kunde kriegt von uns quasi out of the boxen Data Lakehouse auch zur Verfügung gestellt und diese zentrale Instanz, die du gerade darstellst als wir kümmern
Speaker:uns das Datenbankschema, das
Speaker:versuchen wir gerade aufzulösen, dass das quasi über ein verteiltes Zuständigkeitenprinzip läuft.
Speaker:Das heißt, du besitzt quasi Teile des Datenbankschemas, ~ einen Aspekt nämlich zu ermöglichen, nämlich kontinuierliche Updates.
Speaker:Und das würde mich interessieren, wie da momentan euer Approach ist.
Speaker:hast gerade schon die Migration angesprochen von SharePoint ins DataWare.
Speaker:Und das, was uns gerade nämlich zu dem Punkt gebracht hat, wir müssen versuchen, diesen Flaschenhals aufzulösen einer zentralen Instanz.
Speaker:Das ist eben das, wenn ein Update reinkommt, vor allem wenn man mit KI-Agenten entwickelt.
Speaker:Weil da ist die Schlagzahl sehr hoch und wir wollten quasi von vornherein vermeiden mit unserer Architektur, dass das dann alles irgendwie eine Person oder eine Rolle zustopft
Speaker:und diese Person nicht mehr hinterherkommt, die Apps frei zu geben, zu reviewn, frei zu geben und im schlimmsten Fall alle dann frustriert.
Speaker:Wie schätzt du das bei euch ein?
Speaker:Ist die Anzahl der Bausteine
Speaker:wie auch der Iterationen so, dass du sagst, naja, passt schon, wir machen das jetzt quasi erst mal Schritt für Schritt mit dieser zentralen Instanz.
Speaker:Oder hast du schon am Horizont eine Vision, wie das Ganze dann quasi im Full Self Service aussieht?
Speaker:Oder möchtest du das auch vielleicht bis in alle Zeiten über eine zentrale Governance Instanz strukturiert halten?
Speaker:Und du sagst dann, okay, Flaschenhals, den umgehen wir einfach dadurch, dass wir da
Speaker:mehr Leute an diese Position stellen, das zentral zu managen.
Speaker:Da gibt es ja die verschiedenen Spielarten.
Speaker:Im Moment noch, weil wir überhaupt erst der Entwicklung rein sind, sind das erstmal Ideen oder Berücksichtigungen für die Zukunft, wo wir natürlich uns Gedanken darüber gemacht
Speaker:haben.
Speaker:so Themen wie, was passiert denn eigentlich, wenn wir irgendwann 40 Apps da drin haben?
Speaker:Was passiert, wenn ...
Speaker:Camperboard, dem jeweils die unterschiedlichen Module reinkommen sollen und es ist eben dann doch nicht sauber gearbeitet.
Speaker:Also irgendwie die Variablen sind nicht vernünftig benannt und auf einmal habe ich irgendwelche Querverweise da drin, ich gar nicht haben wollte.
Speaker:Das ist im Moment noch so, dass wir es darüber abregeln, dass wir die Projekte so ausgewählt haben, dass sie relativ gut händelbar sind.
Speaker:Also ich würde sagen, jede dieser zwölf ausgewählten Apps hat
Speaker:Kern jeweils nicht mehr als überhaupt vielleicht vier Tabellen, dahinter liegen.
Speaker:Noch alles in einem Rahmen der
Speaker:Man kann sagen, wir bei uns von den aktuell vier Leuten, würde ich sagen, sind drei in der Lage reinzugucken und hinterherzugehen und zu klären, woher kommen Fehler.
Speaker:Das ist noch vom Verhältnis.
Speaker:Zwölf City sind Developer, drei Leute, es administrieren, glaube ich, ganz gut machbar.
Speaker:Nichtsdestotrotz sind wir jetzt schon dabei.
Speaker:arbeiten da auch mit einem Dienstleister zusammen, der uns bei Power Apps unterstützt.
Speaker:der schon für uns Power App Entwicklung gemacht hat und der im Moment eher so eine Beratertätigkeit an verschiedenen Stellen hat, auch da für gewappnet zu sein, zu sagen,
Speaker:was passiert dann eigentlich, wenn es immer mehr wird.
Speaker:Aber im Moment ist, kaufe ich gerne die Risiken ein, ~ breiter zu streuen, die Lust drauf, die Motivation drauf, was zu machen.
Speaker:Ich sehe im Moment die Gefahr mehr darin, dass einzelne Abteilungen sehr motiviert sind.
Speaker:Das merkt man in so einem kleinen Maschinenbau, also in den mittelständischen Unternehmen, merkt man halt noch mal viel extremer, dass einzelne Abteilungen affine Personen haben und
Speaker:die sind viel, viel, viel weiter als andere, weil es diese Personen da nicht gibt.
Speaker:Da sind für uns mehr eigentlich die Problematik drin, darin, dass wir dann am Ende Themen haben, die wir dann irgendwie nicht mehr administrieren oder handeln können.
Speaker:Da sind wir mit unseren ganzen Insellösungen eigentlich mittlerweile meist darin, dass wir das irgendwie geschaukelt kriegen.
Speaker:meinst, wenn ihr es bisher geschafft habt, eure Insellösungen zu administrieren, dann ist es andere ein Kinderspiel.
Speaker:So viele Exist-Datenbanken und Excel-Tabellen, irgendwo drunter liegen.
Speaker:Und vielleicht auch das noch.
Speaker:All diese Themen sind, kann man am Beispiel dieser Notins App auch schon sehen, das sind alles Dinge, die Grundvoraussetzung, damit etwas ein Citizen Developer Projekt geworden
Speaker:ist, ist das
Speaker:Funktionalität oder die Verfügbarkeit der Lösung nicht darüber entscheidet, ob bei uns ein Prozess durchläuft oder nicht.
Speaker:Also da darf nichts Kriegsentscheidendes bei sein, wo es dazu führt, dass wenn die App ausfällt, dann ganze Prozesse nicht mehr laufen.
Speaker:Wenn das der Fall wäre, dann hätten wir es als Projekt abgelehnt und hätten gesagt, das müssen wir in irgendeiner Art und Weise durch eine individuelle Entwicklung machen, durch
Speaker:eine Standardsoftware oder wie auch immer.
Speaker:Aber es ist dann eine Schallmauer, die du auch in Zukunft so aufrechterhalten möchtest.
Speaker:Weil wenn man das jetzt weiterdenkt, so aus den ersten Leuchtturmprojekten wird quasi ernst, die Honeymoon Phase ist vorbei.
Speaker:Dann muss man ja zwangsläufig, damit die Initiative auch was bringen soll, an die Kernprozesse der Firma ran.
Speaker:nicht unbedingt aus meiner Sicht.
Speaker:Okay.
Speaker:ich glaube, wir wollen ja nicht alles auf Power Apps umstellen, sondern wir wollen das schon sauber geordnet haben.
Speaker:Es darf ja weiterhin auch andere Entwicklungen geben, die wir entweder fremd beauftragen oder eine Standard Software für ins Haus holen.
Speaker:Natürlich kann man das nicht für alle Zeiten sauber und hundertprozentig trennen, aber wäre mir schon sehr drangelegen, dass wir das halbwegs sauber hinkriegen, weil wenn wir
Speaker:natürlich an so einen Punkt kommen, weiß nicht, dass wir morgen keine Rechnung mehr schreiben können, weil eine Power App nicht funktioniert.
Speaker:Ja, nee, möchte ich eigentlich nicht.
Speaker:Also die Arbeit
Speaker:darf, das ist schon so, die Arbeit darf dann wieder unangenehmer werden, es darf länger dauern, aber im Endeffekt muss ein Prozess trotzdem in Gänze funktionieren können, selbst
Speaker:wenn die Power App in dem Moment nicht verfügbar ist.
Speaker:Weil wir haben da selbst die Erfahrung gemacht,
Speaker:dass auch Power Apps, die wir gar nicht selber im Haus entwickelt haben, sondern entwickeln lassen haben, auch da gibt es ja Ausfallmomente.
Speaker:Auch bei
Speaker:einer administrierten Individualsoftware gibt es Ausfallzeiten.
Speaker:Wenn wir da dann natürlich am Ende des Tages auch noch selber für verantwortlich sind, irgendwie sauber zu lösen und der Mitarbeiter ist gerade im Urlaub und der andere, ist
Speaker:krank, ist halt dann sehr kritisch.
Speaker:Okay, genau, okay, aber ich hab dir vorhin mit meinem Einwurf, hatte ich sozusagen die KI-Initiative als Ganzes im Sinn.
Speaker:Du hast es jetzt auf die Power Apps bezogen.
Speaker:Da geh ich zu 100 Prozent mit.
Speaker:KI-Initiative als Ganzes, wenn ich irgendwann diese Multiplikationsphase erreiche, dass ich sage, wir springen aus den Power Apps Projekten raus.
Speaker:Auch da natürlich die Citizen Develop haben bei uns eine Sonderposition, dass sie Zugriff auf KI in der Form, die wir haben wollen, auch bekommen.
Speaker:Da wird es dann irgendwas anderes, aber das...
Speaker:kann ich nach der Zeit, die ich mich mit dem ganzen Thema beschäftige, noch gar nicht so wirklich einschätzen.
Speaker:Ich weiß nicht, wie es in anderen Schämen ist, aber bei uns sind tagtäglich Diskussionen eigentlich darüber, wo neue Themen irgendwie auf den Tisch kommen, wo wir uns bisher noch
Speaker:in Gänze nicht mit beschäftigt haben, die super kritisch sind.
Speaker:gleichzeitig, also dadurch, dass ich jetzt in dieser Jahresgrenze reingewechselt bin und jetzt natürlich auch noch tollerweise eben diese Themen mit NIST 2 CAA, AI Act, neue
Speaker:Maschinenverordnung, da kommt, Riesen-EU-Pakete, die für uns echt hart zu handeln sind.
Speaker:Das alles dann zusammenbringen
Speaker:und das auf der anderen Seite der Rattenschwanz angefahren, explodiert.
Speaker:Da stecke ich lieber nicht den Kopf in den Sand, sondern mache das Schritt für Schritt, was man machen kann.
Speaker:Den Rest werden wir sehen.
Speaker:Ich stelle mir die ganze Zeit, während wir sprechen, die Frage, ob das so Zufall war, dass du mit deinem Background, Leiter Kundenbetreuung, Customer Care, dass du jetzt quasi auch
Speaker:derjenige bist, der die digitale Transformation an der Stelle anleitet.
Speaker:Und wie schätzt du das ein?
Speaker:Wenn man an Kemper als Firma denkt, ist das, so habe ich euch wahrgenommen, aber bitte korrigieren mich, wenn ich falsch liege.
Speaker:nicht auch eines der zentralen Wertversprechen der Firma, dass ich sozusagen nicht alleine gelassen werde mit Maschinen, die ich bei euch kaufe.
Speaker:Das eine ist, es kommt ein bisschen glaube ich auch daher, ich einfach digital affin bin und im Service, wie in den letzten dreieinhalb Jahren, wo ich da unterwegs war, schon ganz
Speaker:ganz viele Sachen gemacht haben in Richtung Digitalisierung.
Speaker:Wir haben ein eigenes Field Service Management Tool oder eine Software, von ...
Speaker:entwickelt wurde und die komplett individuell auf unsere Prozesse zugeschritten ist, wo wir jetzt gerade dann so auf dem Step sind, dass da auch Ende nächsten Monats KI-Prüfungen
Speaker:mit rein sollen im Sinne von Serviceberichte, abrechnenden, Vollständigkeitsprüfungen, dass unsere Mitarbeiter nennen
Speaker:im Endeffekt Chatbots zur Historie kriegen, zu klären, ich habe ein Problem, hatte ich das schon mal.
Speaker:Gesetzes Ziel für Ende des Jahres ist, dass unsere Techniker im Endeffekt mit einem KI-Assistenten sprechen können sollen, einen Servicebericht zu erzeugen, weil jeder, mal
Speaker:im Service gearbeitet hat, weiß, dass Techniker ganz vieles gerne machen, aber auf gar keinen Fall schreiben.
Speaker:Also
Speaker:ich würde mal sagen, so eine
Speaker:Monate, vier Monate Installation kann bei uns auch gerne einen Bericht mal mit Maschine aufgestellt enden.
Speaker:ist einfach so, aber es entspricht ja irgendwo dann der Wahrheit.
Speaker:Also Maschine wurde aufgestellt.
Speaker:Ja und da sind wir auch gerade jetzt wieder dabei.
Speaker:Wir stellen das Ticketsystem, also der Weg über den die Kunden mit uns in Kontakt kommen.
Speaker:auf unser WP-Digitalportal ~ Ja, und da sind einfach ganz, ganz viele Prozesse die letzten Jahre, die ich angestoßen habe, wo ich versucht habe, dass unsere Mitarbeiter weniger zu
Speaker:tun haben, also naja weniger zu tun, ich glaube das wird keiner bestätigen, dass wir irgendwie effizienter werden.
Speaker:Dementsprechend war das dann einfach
Speaker:gemeinsame Überlegung mit der Geschäftsführung, dass es sinnvoll wäre, vielleicht für die ganze Firma zu übertragen.
Speaker:Unser Versprechen an die Kunden, ich glaube,
Speaker:Auch das ist immer ein bisschen schwierig zu sagen, wenn man auf den Service kommt.
Speaker:Meistens kriegt man die negativen Aussagen der Kunden und aus dem Vertrieb.
Speaker:Der Service ist sowieso immer zu langsam oder nicht verfügbar.
Speaker:Aber insgesamt glaube ich, dass wir im Vergleich zu vielen anderen Firmen tatsächlich schon so unterwegs sind, dass wir unsere Kunden sehr selten hängen lassen.
Speaker:Wir haben wie jeder andere auch Potenzial zur Verbesserung.
Speaker:Im Endeffekt, worauf man sich bei uns immer einigen kann.
Speaker:wenn es mal schwieriger oder bessere Projekte gibt, irgendwann erreichen wir immer den Punkt, wo wir sehr hohe Grundzufriedenheit unserer Kunden mit den Anlagen rausholen.
Speaker:Wir wissen, dass wir nicht die einfachsten Maschinen haben, aber wenn man sie beherrscht, dann kann man da eine Menge mitmachen.
Speaker:Die Digitalisierung ist an der Stelle dann auch wieder der Punkt zu versuchen.
Speaker:beiden Seiten zu helfen sauberer zu arbeiten.
Speaker:Also auch da Service ist so ein Ding.
Speaker:Ich habe ständig irgendwie fünf Wege, die parallel laufen, mit denen ich eine ...
Speaker:mit dem ich ein Problem lösen möchte.
Speaker:An der einen Stelle glaubt man, man hat es gerade geschlossen und dann kommt ein Mitarbeiter aus einer anderen Abteilung rein, der sagt, ich habe gerade den Kunden am
Speaker:Telefon, der hat dies und jenes und man denkt sich, okay, schön, das habe ich gerade die letzten anderthalb Stunden doch eigentlich gelöst.
Speaker:ist ständig dabei, dass man irgendwie Unsicherheiten in der Lösungsfindung hat, man auf alle möglichen Quellen an Informationen zugreifen muss.
Speaker:Dementsprechend ist es natürlich einfach ein Bereich, wo man die Qualität massiv erhöhen kann.
Speaker:Im einfachsten Sinne, wenn ich im Service sofort weiß, welche Maschinennummer es ist, habe ich schon mal 20 Minuten Arbeit gespart im Zweifel.
Speaker:Kunden sagen da generell, ihr müsst doch wissen, welche Maschine ich habe.
Speaker:Ich habe da nur die eine gekauft im Service.
Speaker:Auf der anderen Seite ist es dann eben nicht immer ganz so einfach, weil da muss man dann trotzdem die korrekte Nummer haben, den richtigen Scheiblad zu finden, die richtige
Speaker:Stückliste zu haben.
Speaker:An der Stelle ist es unser Ansatz zu sagen, wir holen unseren Kunden mehr mit rein über unsere digitalen Lösungen, in dem Fall über das WP Digital Portal.
Speaker:Der Kunde wählt selber schon aus, also hat da schon den direkten Überblick über seine Maschinen.
Speaker:Der hat gar nicht mehr die Möglichkeit, bei uns zu melden und zu sagen, der Linie 9 kennt er doch.
Speaker:Er einen Stillstand, sondern er muss eben in dem Fall über die korrekte Maschine seine Proben und sein Ticket auslösen oder ähnliches.
Speaker:Aber es wird ihm auch einfach gemacht, weil er es eben eindeutig halten kann.
Speaker:Ich glaube, da liegt am Ende eine Menge Potenzial drin.
Speaker:Ich sehe da das Pattern, dass in diese Transformationsrolle häufig die reinkommen, die so eine ganz geschäftskritische Schnittstelle vorher gearbeitet haben.
Speaker:Also wie es bei dir jetzt zum Beispiel ist.
Speaker:der Kundenservice, also machen wir mal quasi das Gegenbeispiel, eure Maschinen können so gut sein, wie sie wollen.
Speaker:Wenn der Kundenservice nicht liefert, dann geht es in eine negative Richtung.
Speaker:Und das sehe ich sehr, häufig, dass auch zum Beispiel
Speaker:ehemalige Leute aus dem Marketing dann auf einmal in die Rolle eines CTOs reinschlüpfen und das total Sinn ergibt, gerade weil es keine klassischen Techniker sind, sondern genau
Speaker:verstanden haben, okay, wie läuft die Firma, wo macht die genau wie eine Wertschöpfung, die beim Kunden ankommt und können über den Weg dann die Transformation steuern.
Speaker:Also das finde ich bei dir auch super spannend, weil es ergibt total Sinn, so in der Schnittstellenrolle, wo du jetzt bist und auch man merkt es total.
Speaker:wie du die zum Beispiel Citizen Developer Initiative vorantreibst.
Speaker:Jemand, der das aus einer nativ-technisch-datenbank- Software-Architekturperspektive betrachten würde, der kennt mich niemals auf die Idee, jemanden, der nicht Informatik
Speaker:studiert hat, Software entwickeln zu lassen.
Speaker:Aber hey, come on, es geht was anderes.
Speaker:Ja, und es ist auch vielleicht bisschen der Segen der Unwissenheit.
Speaker:ich bin ja am Ende,
Speaker:das Fiese ist ja, ich bin ja nicht der, dann am Ende die Probleme wirklich selber, also ich werde mich schon beteiligen, aber im Kern ist es so.
Speaker:Also vielleicht sehe ich auch nicht immer nur den ganzen Tag die Probleme, sondern sehe halt
Speaker:Ich habe es ja auch irgendwie mit irgendwas angefangen und ich glaube im Moment ist die Phase ja...
Speaker:Es gab noch nie eine Phase in der es so einfach war in ein Thema rein zu rutschen wie so eine Appentwicklung wie es im Moment ist.
Speaker:los geht's!
Speaker:Johannes, jetzt mal angenommen, haben die aktuelle Welle.
Speaker:Wir hatten es vorhin schon einmal ganz kurz zu den Gardner Hype Cycle.
Speaker:Wir haben die aktuelle Welle durchlebt.
Speaker:Wo siehst du, was ganz konkret bei euch in der Industrie als nächstes auf dich zukommt?
Speaker:Hast du da schon ein Thema am Horizont?
Speaker:Ist es die nächste Art der KI Modelle?
Speaker:Sind es vielleicht Roboter, die bei euch in die Produktion mit reingehen?
Speaker:So ein Atlas Roboter?
Speaker:You name it.
Speaker:Hast du da was am Schirm?
Speaker:Wo glaubst du, wo geht die Reise?
Speaker:Also Time Scale irgendwo.
Speaker:5 Jahre plus.
Speaker:Also gern ein bisschen weiter in die Zukunft denken.
Speaker:Für uns als Unternehmen wird sich glaube ich in dem gesamten kaufmännischen Verwaltungsbereich unfassbar viel tun.
Speaker:glaube, meine Zielstellung ist, eigentlich Probleme und Dinge, die heute ständig Probleme machen, also dieses klassische Servicebericht abrechnen, überprüfen, ist alles
Speaker:eingetragen, sind die Teile richtig gesetzt.
Speaker:~
Speaker:Können wir die Rechnung schreiben?
Speaker:Haben wir Reklamationen?
Speaker:Reklamationsbearbeitung und so.
Speaker:Das sind Dinge, die werden sich auch für mittelständische Unternehmen total komplett drehen, weil die kann ich von vorne bis hinten durch automatisieren und wirklich nur noch
Speaker:an die kritischen Themen Menschen ranlassen.
Speaker:Und das erzeugt natürlich die Möglichkeit, ganz viel andere proaktive Dinge auf einmal Zeit zu haben.
Speaker:dass ich mir hundertprozentig sicher bin, in den nächsten Jahren wird gerade so die direkte Kundenbetreuung wieder ein ganz anderes Level kriegen, weil man hat nicht mehr die
Speaker:Entschuldigung zu sagen, ja sorry, wir
Speaker:können dir nicht die Leute aus dem Support dir persönlich ans Telefon setzen und mit dir über deine Probleme sprechen lassen, weil wir sind ja mit den ganzen Abarbeitungen etc.
Speaker:beschäftigt.
Speaker:Ich glaube, dass das wird sich
Speaker:ganz stark ändern.
Speaker:Bei unseren Kunden ist es natürlich so, wir haben ein sehr unterschiedliches Kunden.
Speaker:Es kommt einfach durch unsere Historie, dadurch dass wir aus der Knieterherstellung kommen, wir Kunden.
Speaker:die sind so kleine Bäckereien, da ist der Chef gleichzeitig, der Backmeister und der Haustechniker, der abends nach Feierabend dann am Kneter rumschraubt.
Speaker:Und gleichzeitig haben wir Kunden, ohne da jetzt die Namen zu nennen, die größten Supermarktketten Deutschlands, Europas.
Speaker:mittlerweile Staaten oder ab nächsten Jahr Projekte in den USA mit riesen Lebensmittelkonzernen, wo zigtausend Mitarbeiter angestellt sind und die haben natürlich
Speaker:total unterschiedliche Herausforderungen und Probleme.
Speaker:Und die kämpfen auch noch gegeneinander.
Speaker:Das ist eigentlich das Dramatischere dann.
Speaker:wenn man in Richtung Industrie guckt, dann ist es natürlich da ein
Speaker:immer noch ganz extrem Fachkräftemangel und dementsprechend natürlich irgendwie unser Ansatz in die Richtung dunkle Fabrik zu kommen, irgendwann niemanden mehr an der Linie zu
Speaker:haben, sondern die Intelligenz so in der Maschine drin zu haben.
Speaker:dass sie nahezu für sich selbst arbeiten kann.
Speaker:Da haben wir eigentlich aus meiner Sicht einen ganz guten, sauberen Plan, dass wir gesagt haben, wir starten prinzipiell auch wieder vorne beim Kneten, so wie wir auch mal als
Speaker:Firma gestartet sind und laufen einfach den Prozess von vorne nach hinten, weil
Speaker:Irgendwann habe ich ganz am Ende alles geschafft.
Speaker:Wie gut das funktionieren wird in unserer Industrie weiß ich nicht, kann ich noch nicht so einschätzen, aber das ist definitiv eine Tendenz.
Speaker:Im Handwerksbereich, das was wir in Deutschland klassischerweise, unsere Fialbecker kennen, kann ich es gar nicht einschätzen.
Speaker:Es ist total schwer und ist auch
Speaker:nicht so im Moment die allerschönste Branche, man selber unterwegs sein kann, weil es einfach sehr unsicher ist.
Speaker:Also wir haben es ja mit den letzten Jahren miterlebt.
Speaker:Ich glaube es ist irgendwie mittlerweile alle zwei Wochen irgendwo in der nationalen Zeitung, dass eine Bäckerei in die Insolvenz gegangen ist oder in die Insolvenz geht, weil
Speaker:Energiekosten zu hoch sind, weil
Speaker:die Leute logischerweise, wenn das Geld ein bisschen knapper wird, dann ist es bei uns immer so, dass die Supermarkt-, also die Industriekunden die Linien brauchen, weil die
Speaker:Leute in Supermarkt gehen, sich das Brötchen zu kaufen.
Speaker:Geht es in die andere Richtung, ist es dann vielleicht eher wieder der Filialbecker.
Speaker:Ja, und bei denen, ja, spannend ohne Tendenz.
Speaker:dass sich die Bäckereien in Zukunft mehr zusammenschließen, dass sie mehr gemeinschaftlicher arbeiten.
Speaker:Automatisierung ist da einfach natürlich auch möglich.
Speaker:Digitalisierung ist da auch in gewisser Hinsicht ein Thema.
Speaker:Hat auch irgendwie schon jeder mal mitbekommen, dass irgendwie in der eigenen Stadt oder im Kreis irgendein Bäcker versucht hat von Haus zu Haus.
Speaker:Brötchen liefern, Online-Service.
Speaker:Bis jetzt sind das Themen, die so wie ich es bisher immer wahrgenommen habe, fast immer noch irgendwie scheitern, weil es ist eben ein Produkt, was jetzt an sich für sich alleine
Speaker:nicht so wirklich viel Marsch und Umsatz erzeugt, dass ich da jemanden durch die Gegend schicken kann.
Speaker:es positiv auszudrücken, ein wirklich spannender Bereich.
Speaker:weil da muss was passieren.
Speaker:Aber was da passiert und wer den richtigen richtigen Step geht und da auch, es dann am Ende Digitalisierung ist oder nicht, für sich nutzt, kann man im Moment, glaube ich, gar
Speaker:nicht so richtig einschätzen.
Speaker:super spannend.
Speaker:Johannes, ich danke dir vielmals für dieses Gespräch.
Speaker:Ich drücke euch die Daumen, dass die digitale Transformation bei euch erfolgreich weitergeht, dass diese sechs ersten Bausteine bei euch im WP Portal, erstmal im Kemper
Speaker:Portal, erst nur der Anfang sind und dass noch viele weitere dazukommen.
Speaker:Was ich von meiner Perspektive aus sagen kann, ist ihr seid glaube ich auf einem guten Weg.
Speaker:und würde mich freuen, wenn ich mal bei euch vorbeischauen darf.
Speaker:Mit KitchenAid
Speaker:nur zehnmal größer hast du mich gekriegt.
Speaker:jederzeit willkommen.
Speaker:Auf jeden Fall.
Speaker:Das kriegen wir hin.
Speaker:Danke, Johannes.
Speaker:Bis zum nächsten Mal.
Speaker:Danke dir auch.
