Episode 6

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10th Aug 2026

Fack ju, KI? Wie Constantin Film die Zukunft dreht – mit Eric Lehmann

„Nur weil du einen Film mit KI generieren kannst, heißt das noch lange nicht, dass sich das jemand freiwillig ansieht." Das sagt nicht irgendein KI-Skeptiker, sondern der CTO von Constantin Film – der Firma hinter Fack ju Göhte, Resident Evil und den Eberhofer-Krimis. Eric Lehmann ist seit 14 Jahren im Haus, hat das digitale Marketing aufgebaut und verantwortet heute die Technologie.

Wir sprechen darüber, wo KI-Videos auf der großen Kinoleinwand aktuell noch die Luft ausgeht – und warum die KI-Revolution im Film trotzdem längst läuft, nur an Stellen, die von außen keiner vermutet. Und warum sich Constantin bewusst an kein einzelnes KI-Modell kettet.

Außerdem: Sind Schauspieler ein Beruf von gestern? Was ist von verstorbenen Stars zu halten, die per KI weiterspielen? Und wird Constantin eigentlich schon mit KI-generierten Drehbüchern geflutet?

Zum Schluss verrät er, welches Versprechen die KI bei ihm bis heute nicht eingelöst hat.

Transcript
Speaker:

Speaker0: Nur weil du einen Film mit KI generieren kannst, heißt es noch lange nicht,

Speaker:

Speaker0: dass sich das auch jemand freiwillig ansieht.

Speaker:

Speaker0: Das sagt nicht irgendjemand, das sagt der CTO von Konstantin Film,

Speaker:

Speaker0: dem Unternehmen hinter Fuck You Goethe, Resident Evil und den Eberhofer Krimis.

Speaker:

Speaker0: Erik Lehmann ist seit fast 14 Jahren bei Konstantin. Er hat dort das digitale

Speaker:

Speaker0: Marketing aufgebaut und ist seit Ende letzten Jahres Chief Technology Officer.

Speaker:

Speaker0: In unserem Gespräch hat er mir erzählt, warum die KI-Revolution in der Filmindustrie

Speaker:

Speaker0: eben auch an Stellen stattfindet, die man von außen überhaupt nicht vermuten würde.

Speaker:

Speaker0: Er hat mir erklärt, wo KI-generierten Videos auf der großen Kinoleinwand aktuell noch die Luft ausgeht.

Speaker:

Speaker0: Und wir haben diskutiert, wie es KI ermöglicht, sich wieder viel mehr auf das

Speaker:

Speaker0: eigentliche Handwerk und die Kreativität zu konzentrieren.

Speaker:

Speaker0: Am Ende habe ich ihn gefragt, welches Problem KI am besten schon morgen für

Speaker:

Speaker0: ihn lösen sollte. Willkommen bei Beyond the AI.

Speaker:

Speaker0: Ich bin Theo und das ist Erik Lehmann.

Speaker:

Speaker1: 2012, jetzt reden wir wirklich von alten Zeiten. Das war die Zeit,

Speaker:

Speaker1: bei der man im digitalen Marketing mit Facebook und Facebook-Seiten und Community-Aufbau

Speaker:

Speaker1: und solchen Sachen angefangen hat.

Speaker:

Speaker1: Und da wurde festgestellt, dass es da einfach an Personal mangelt und dann gab

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Speaker1: es eine Stellenausschreibung und da habe ich mich darauf beworben und dann habe ich es geschafft.

Speaker:

Speaker1: Und das war natürlich am Anfang sehr, sehr spannend, Communities aufzubauen.

Speaker:

Speaker1: Wir haben mit Resident Evil und anderen auch globalen Marken dort schon auf

Speaker:

Speaker1: Facebook viele, viele Sachen machen können.

Speaker:

Speaker1: Und dann kam irgendwann Instagram dazu und ja,

Speaker:

Speaker1: immer wieder eine neue Plattform, immer wieder neue Herausforderungen und das

Speaker:

Speaker1: mit der Vielzahl an Projekten, die wir in der Zeit auch schon machen konnten,

Speaker:

Speaker1: ist es einfach wahnsinnig abwechslungsreicher Job.

Speaker:

Speaker0: Und wie war das bei dir persönlich? Also wenn ich Bewerbungen reinkriege für

Speaker:

Speaker0: Marketingrollen oder Marketingverwandte Rollen, bei uns deutlich kleinere Firma,

Speaker:

Speaker0: das ist jetzt so nett mit einer Konstantin zu vergleichen.

Speaker:

Speaker0: Aber was mir da schon auffällt, ist, dass im Vergleich jetzt zu den technischen

Speaker:

Speaker0: Berufen sind die Lebensläufe von Personen aus dem Marketing deutlich diverser.

Speaker:

Speaker0: Und was ich auch von dir bisher noch gar nicht weiß, was war bei dir eigentlich

Speaker:

Speaker0: die Vorbereitung auf diesen Job? Also hast du klassisch Marketing studiert oder

Speaker:

Speaker0: bist du über einen Ausbildungsberuf da reingegangen?

Speaker:

Speaker0: Wie hast du dein Handwerkszeug zu lernen?

Speaker:

Speaker1: Das ist etwas vergleichbar zu der Zeit, in der wir uns jetzt gerade befinden.

Speaker:

Speaker1: Nein, ich komme eigentlich aus der IT. IT-System, Elektronik,

Speaker:

Speaker1: also Hardware-Themen im Primären.

Speaker:

Speaker1: Das ist meine Ausbildung.

Speaker:

Speaker1: Und dann war das Interesse natürlich sehr, sehr groß, dort auch im Social-Media-Bereich,

Speaker:

Speaker1: Webseiten, alles wirklich,

Speaker:

Speaker1: was relevant war, war schon immer irgendwie Hobby, das zu betreuen,

Speaker:

Speaker1: gar nicht selber in Erscheinung zu treten.

Speaker:

Speaker1: Also mich findet man jetzt auf Instagram privat einfach nicht,

Speaker:

Speaker1: weil es da kein Profil gibt oder zumindest weiß ich nicht davon, dass es eins gibt. Aber

Speaker:

Speaker1: Und das ist eigentlich, finde ich, sehr, sehr vergleichbar in der Zeit,

Speaker:

Speaker1: in der wir uns jetzt befinden, wenn man so vergleicht,

Speaker:

Speaker1: dass jetzt erst eigentlich so die klassischen Ausbildungs- und Studienmechanismen

Speaker:

Speaker1: sich in Richtung KI oder auch,

Speaker:

Speaker1: was war es, vorher war es, Web 3.0-Themen, auf einmal war jeder irgendwie Blockchain-Experte

Speaker:

Speaker1: und NFT-Berater und irgendwas.

Speaker:

Speaker1: Und das war ja auch nicht gelernt. Und so ist das, glaube ich,

Speaker:

Speaker1: irgendwie so ein Teil meiner Historie und meiner Reise, dass ich in Felder reinspringe,

Speaker:

Speaker1: die neu sind und wo es jetzt keine, zumindest zu den Zeitpunkten,

Speaker:

Speaker1: wenn man sich damit anfängt zu beschäftigen, keine klassischen

Speaker:

Speaker1: Ausbildungslehrmethoden gibt,

Speaker:

Speaker1: um das richtig zu erlernen, wie man das eigentlich richtig macht, sondern

Speaker:

Speaker1: wir machen es halt learning by doing und das kennen wir aber mittlerweile ganz gut hier bei uns.

Speaker:

Speaker1: Deswegen sind wir da vielleicht auch hier und da etwas schneller oder risikobereiter,

Speaker:

Speaker1: weil wir das jetzt nicht zum ersten Mal so machen.

Speaker:

Speaker0: Also man muss sich das ja mal auf der Zumwärtser gehen lassen.

Speaker:

Speaker0: Wenn ich hier die Zahlen richtig habe, dann hast du den TikTok-Kanal ja auf

Speaker:

Speaker0: über 700.000 Follower von der Konstantin aufgebaut.

Speaker:

Speaker0: Das macht man ja nicht einfach so. Es ist ja nicht so, wie wenn man hier einen

Speaker:

Speaker0: Account anlegt und dann kommen die Follower von alleine.

Speaker:

Speaker0: Und wie du es ja beschreibst, das alles von dir jeweils losgetreten zu einer

Speaker:

Speaker0: Zeit, wo es eben noch keine Kochrezepte gab. Wo man sagt, ja okay,

Speaker:

Speaker0: wenn wir die Checkliste abhaken, dann geht schon alles glatt.

Speaker:

Speaker0: Und jetzt hast du ja beschrieben, auch gerade schon gesagt, du machst das in

Speaker:

Speaker0: den verschiedenen Bereichen.

Speaker:

Speaker0: Also das war einmal Richtung klassische Webtechnologien, dann Social Media und

Speaker:

Speaker0: jetzt erlebe ich das ja im täglichen Doing mit dir, dass du eine ähnliche Situation

Speaker:

Speaker0: wieder hast in der KI-Bubble.

Speaker:

Speaker0: Hol mich nochmal ab hast du da rezepte tatsächlich aber vielleicht in den letzten

Speaker:

Speaker0: jahren abgeleitet für dich nachdem du vorgehst so im spirit von was der gröger

Speaker:

Speaker0: wenn hast learning by doing ja aber,

Speaker:

Speaker0: klar man kann facebook zitieren fail early fail fast wie ist es bei dir spezifisch

Speaker:

Speaker0: also was ist da der persönliches rezept.

Speaker:

Speaker1: Also erstmal möchte ich klarstellen, dass ich nicht alleine diesen TikTok-Account aufgebaut habe.

Speaker:

Speaker1: Wir haben Gott sei Dank da ein sehr, sehr viel gesteben bei uns.

Speaker:

Speaker1: Ich bin da nicht die kreative Kraft dahinter und wir haben auch über Jahre schon

Speaker:

Speaker1: einen sehr, sehr starken Partner an unserer Seite.

Speaker:

Speaker1: Auch das, da könnte man wieder Parallelen ziehen zu dem Setup,

Speaker:

Speaker1: in dem wir uns gerade befinden.

Speaker:

Speaker1: Nein, auch da ist es so eine Mischung

Speaker:

Speaker1: Aus Neugier, aus

Speaker:

Speaker1: dem Willen, was zu probieren, was anders zu machen. Und natürlich auch,

Speaker:

Speaker1: das ist natürlich auch eine unserer Stärken im Entertainment-Business,

Speaker:

Speaker1: dass wir sagen, da haben wir einen Riesenschatz an tollen Werken,

Speaker:

Speaker1: auf die man zurückgreifen kann. Und auf der anderen Seite haben wir die Möglichkeit

Speaker:

Speaker1: und auch die Flexibilität, Sachen zu machen und zu probieren.

Speaker:

Speaker1: Und das ist am Ende auch der Erfolg bei uns auf TikTok gewesen und auch immer

Speaker:

Speaker1: noch, dass wir einfach frühzeitig gesagt haben, okay,

Speaker:

Speaker1: wir gehen in diese Plattform rein und wir setzen ein Team darauf Und es gibt

Speaker:

Speaker1: aber keinerlei Abstimmungswege,

Speaker:

Speaker1: wann welcher Content mit welcher Tonalität oder wie veröffentlicht wird, sondern das

Speaker:

Speaker1: war wirklich der Plan, das möglichst lange unterm Radar, unter den normalen

Speaker:

Speaker1: Kommunikationsformen eines Medienunternehmens zu lassen, um einfach die Freiheiten

Speaker:

Speaker1: zu genießen zu können, Sachen zu probieren,

Speaker:

Speaker1: Sachen zusammenzuschneiden, wo es nicht mehr gibt.

Speaker:

Speaker1: Der eine oder andere vielleicht sagen würde, okay, das passt jetzt nicht zu

Speaker:

Speaker1: unserer Kommunikationsstrategie, aber es passt zu TikTok, es passt zum Kanal

Speaker:

Speaker1: und die Community hat das dann interessant gefunden und dadurch kam ein sehr, sehr starkes Wachstum.

Speaker:

Speaker1: Und natürlich ist das nicht mehr möglich,

Speaker:

Speaker1: Mit solch einer Accountgröße auch dieses Prozedere und diesen weiterhin einfach

Speaker:

Speaker1: unterm Radar von einem Kommunikationsform hier zu wandern. Aber

Speaker:

Speaker1: Es war bewiesen, wie es funktioniert. Und das hat natürlich,

Speaker:

Speaker1: wir haben jetzt diesen Stein nicht irgendwie gestoppt, sondern wir haben ihn

Speaker:

Speaker1: einfach weiter rollen lassen.

Speaker:

Speaker1: Und das macht so viel Spaß, weil man einfach merkt, dass die Sachen,

Speaker:

Speaker1: die dort gut funktionieren, funktionieren auf anderen Plattformen auch wieder.

Speaker:

Speaker1: Natürlich manchmal in einem anderen Kontext. sondern im anderen. Aber

Speaker:

Speaker1: das Grundbarometer, ob etwas quasi von der Community gut oder schlecht empfunden

Speaker:

Speaker1: wird, wird in vielen Fällen, und das ist auch nicht exklusiv bei uns so,

Speaker:

Speaker1: wird halt einfach auf TikTok irgendwie gerade entschieden.

Speaker:

Speaker1: Und andersrum funktioniert es aber nicht. Also wenn jetzt irgendwas auf einer

Speaker:

Speaker1: anderen Plattform sehr, sehr gut funktioniert, heißt das nicht,

Speaker:

Speaker1: dass es auf TikTok funktioniert. Also es ist eine sehr einseitige Dynamik,

Speaker:

Speaker1: die da irgendwie im Markt unterwegs ist.

Speaker:

Speaker1: Aber für uns ein super spannender Kanal. Und ja, ich hoffe, dass da die Reise

Speaker:

Speaker1: auch weitergeht und das Team da weiter Gas gibt und diesen Kanal einfach noch größer und

Speaker:

Speaker1: mit noch mehr Leben befüllt.

Speaker:

Speaker1: Und was ich so sehe, ich darf es auch immer noch sehr, sehr nah beobachten,

Speaker:

Speaker1: sind auf einem sehr, sehr guten Weg. Macht Spaß.

Speaker:

Speaker0: Was du da beschreibst, ist aber, muss ich sagen, nicht selbstverständlich.

Speaker:

Speaker0: Also weil auf der einen Seite, wenn ich dich richtig verstanden habe,

Speaker:

Speaker0: kleine, erst mal unterm Radar befindliche U-Boot-Projekte, so könnte man es

Speaker:

Speaker0: nennen, um erst mal rauszufinden, was überhaupt funktioniert.

Speaker:

Speaker0: Und also A, das muss man sich ja erstens trauen, sowas auch zu tun.

Speaker:

Speaker0: Und B, muss die Organisation das ja auch hergeben. Also ich interpretiere jetzt

Speaker:

Speaker0: rein, dass Konstantin auch so tickt, dass man das darf. Und wenn das jemand

Speaker:

Speaker0: mitbekommt, dann kriegt man nicht auf den Deckel, sondern es spricht ja auch

Speaker:

Speaker0: für ein Vertrauen, das in der Organisation herrscht.

Speaker:

Speaker1: Definitiv.

Speaker:

Speaker1: Das ist natürlich so, dass die Organisation Vertrauen haben muss in die Personen,

Speaker:

Speaker1: die das umsetzen, die dicht dran sind.

Speaker:

Speaker1: Aber das ist ja auch da wieder vergleichbar mit allen unseren Produktionen.

Speaker:

Speaker1: Auch da ist ja nicht automatisch 24-7 jemand vor Ort, der

Speaker:

Speaker1: seitens Konstantin-Film aus der obersten Führungsetage irgendwie raufschaut

Speaker:

Speaker1: und sagt, okay, habe ich mir jetzt aber irgendwie anders vorgestellt,

Speaker:

Speaker1: sondern da sind die richtigen Personen da, da ist Vertrauen da und dann kommt

Speaker:

Speaker1: da auch das richtige Ergebnis bei raus.

Speaker:

Speaker1: Und das ist das, was uns, glaube ich, ausmacht, dass wir einfach sagen,

Speaker:

Speaker1: okay, wir haben auch mal den Mut,

Speaker:

Speaker1: die Sachen zu machen und mal wird man belohnt und natürlich gibt es auch mal

Speaker:

Speaker1: Themen, wo man einfach sagt, da rückblickend war das eine falsche Entscheidung.

Speaker:

Speaker1: Aber die muss man erkennen und dann muss man darauf reagieren und kann nicht

Speaker:

Speaker1: das dann einfach das ganze Konstrukt infrage stellen.

Speaker:

Speaker1: Das wird nicht funktionieren, sondern man muss ja nach vorne schauen und sagen,

Speaker:

Speaker1: okay, das sind die Learnings, das machen wir in Zukunft anders und weiter geht

Speaker:

Speaker1: es und nicht zu sagen, okay, jetzt müssen wir da irgendwas sanktionieren.

Speaker:

Speaker1: Das merken ja die Leute, die es umsetzen als erstes, bevor das irgendjemand

Speaker:

Speaker1: anders merkt, ob das jetzt gut oder schlecht ankommt und gut oder schlecht funktioniert.

Speaker:

Speaker1: Aber auch da hilft es natürlich, dass man über Jahre, über viele Jahre da gemeinsam

Speaker:

Speaker1: an einem Strang zieht und die Sachen macht und dieses Vertrauen natürlich auch sich entwickeln kann.

Speaker:

Speaker0: Was mich auch noch wahnsinnig interessiert, ich habe eine Außenperspektive und

Speaker:

Speaker0: vor allem als Astrophysiker aus der Wissenschaft kommend kaum weiter von der

Speaker:

Speaker0: Kreativbranche weg, als man nur sein kann.

Speaker:

Speaker0: Und es gibt so einen konterintuitiven Effekt, dass die Leute,

Speaker:

Speaker0: von denen man gerne mal glauben möchte, dass die sehr risikoaffin sind,

Speaker:

Speaker0: dass die teilweise wahnsinnig risikoavers sind.

Speaker:

Speaker0: Also sowas wie Skydiver, Bungee-Jumping, das was auf den ersten Blick total

Speaker:

Speaker0: gefährlich ausschaut, das sind die risikoaversesten Personen überhaupt,

Speaker:

Speaker0: weil es die sonst nicht mehr gäbe. Also weißt du, wie ich meine?

Speaker:

Speaker0: Und wenn man jetzt mal auf eine Filmproduktionsfirma drauf guckt,

Speaker:

Speaker0: dann ist es ja von außen betrachtet, ja, dann stecken wir halt mal 20 Millionen

Speaker:

Speaker0: in den Film und gucken, ob es klappt. Das erscheint ja auf den ersten Blick

Speaker:

Speaker0: erstmal wahnsinnig risikoaffin.

Speaker:

Speaker0: Wie würdest du dich da aber persönlich einordnen? Also würdest du dich als eine

Speaker:

Speaker0: risikoaffine Persönlichkeit auch bezeichnen oder sagst du so,

Speaker:

Speaker0: ja, nee, nee, nee, kleine Schrittchen und wir vertesten Hypothesen und robben uns so vor.

Speaker:

Speaker0: Wo bist du denn im Spektrum?

Speaker:

Speaker1: Nein, ich weiß nicht, ob ich das eine oder das andere bin.

Speaker:

Speaker1: Ich glaube, das hängt stark von der Situation und von den Gegebenheiten ab.

Speaker:

Speaker1: Und natürlich ist es auch nicht so, dass bei uns ein Filmprojekt ins Leben gerufen

Speaker:

Speaker1: wird und produziert wird.

Speaker:

Speaker1: Und am Ende schaut man mal, was vielleicht bei rauskommt. Und da hängt sehr,

Speaker:

Speaker1: sehr viel Testing, sehr, sehr viel Forschung, sehr, sehr viel Iteration in jedem

Speaker:

Speaker1: einzelnen Schritt mit drin.

Speaker:

Speaker1: Und natürlich auch sehr, sehr viel Erfahrung von allen Beteiligten.

Speaker:

Speaker1: Das heißt aber nicht, dass das ein Erfolgsgarant ist, nur weil man

Speaker:

Speaker1: meint, alle Puzzleteile richtig zusammengesteckt zu haben, heißt das nicht,

Speaker:

Speaker1: dass das Publikum auf einmal sagt, das ist jetzt der Film oder die Serie,

Speaker:

Speaker1: die ich mir genauso vorgestellt habe.

Speaker:

Speaker1: Und das ist definitiv so, aber ich bin jetzt auch nicht jemand, der die ganze Zeit

Speaker:

Speaker1: versucht, alles abzusichern und jede Stellschraube dreimal zu kontrollieren,

Speaker:

Speaker1: ob das auch wirklich in die richtige Richtung geht, sondern für uns und für

Speaker:

Speaker1: mich ist eher das, dass wir sagen,

Speaker:

Speaker1: wo ist das langfristige Ziel, worauf arbeiten wir hin und natürlich gibt es

Speaker:

Speaker1: immer irgendwo einen Punkt, wo man mal ein bisschen schneller oder mal ein bisschen

Speaker:

Speaker1: langsamer vorwärtskommt, aber das ist jetzt nichts, wo wir sagen,

Speaker:

Speaker1: das müssen wir jeden einzelnen Schritt komplett durchüberwachen und durchsprechen

Speaker:

Speaker1: und 100 Meinungen dazu einholen, das ist nicht unsere Arbeitsweise.

Speaker:

Speaker0: Einen Wortwitz kann ich mir nicht verkneifen, das heißt eher Leberkast-Junkie als Adrenalin-Junkie.

Speaker:

Speaker0: Okay, kommen wir zum Nächsten.

Speaker:

Speaker0: Etwas, das ich jetzt in der Zusammenarbeit mit dir sehr, sehr spannend finde,

Speaker:

Speaker0: ist, du setzt dich heute mit KI-Technologien auseinander,

Speaker:

Speaker0: kommst ja aber, haben wir jetzt ja gerade ja schon besprochen,

Speaker:

Speaker0: aus dem insbesondere Bereich von Social Media.

Speaker:

Speaker0: Und ich fand es immer krass, auch schon während dem Studium drüber zu lesen,

Speaker:

Speaker0: welche Algorithmik und was man ja heute einfach als KI-Algorithmik auch bezeichnen

Speaker:

Speaker0: würde, so Plattformen wie TikTok, aber auch schon Facebook funktionieren.

Speaker:

Speaker0: Und ich kriege immer wieder auch die Frage von unseren Kunden,

Speaker:

Speaker0: naja, okay, wir möchten uns jetzt Richtung KI bewegen.

Speaker:

Speaker0: Wie sehr müssen wir denn als Organisation auch verstehen, wie die KI unter der

Speaker:

Speaker0: Haube funktioniert? Und ich bin immer zurückhaltend, dass ich jetzt sage,

Speaker:

Speaker0: ihr müsst euch mit dem neuronalen Netz im Detail nicht auseinandersetzen.

Speaker:

Speaker0: Wie war das bei dir? Hast du dich auch sozusagen fast schon mathematisch,

Speaker:

Speaker0: Algorithmik, in sowas wie, wie funktioniert TikTok eingearbeitet?

Speaker:

Speaker0: Oder war das tatsächlich eher, in der Physik würde man sagen,

Speaker:

Speaker0: phänomenologisch? Man probiert was aus, schaut, wird man bestraft oder belohnt

Speaker:

Speaker0: vom Algorithmus und verbessert dann iterativ. Und was die eigentlich da technisch

Speaker:

Speaker0: im Rechenzentrum machen, interessiert mich nicht.

Speaker:

Speaker1: Ja, also eher Letzteres, weil auch da ist es ja so,

Speaker:

Speaker1: auch das Rad ist ja nicht neu erfunden, wenn man schaut, wie lange man über

Speaker:

Speaker1: die richtige SEO-Strategie oder irgendwas schon diskutiert und wann der Google-Algorithmus

Speaker:

Speaker1: sich mal wieder in eine oder andere Richtung verändert hat.

Speaker:

Speaker1: Das sind ja alles Sachen, die schon da waren und die auch weiterhin irgendwie

Speaker:

Speaker1: die Menschen bewegen, die damit täglich zu tun haben.

Speaker:

Speaker1: Somit kann man sagen, dass wir eigentlich ja schon lange von Algorithmen gesteuert

Speaker:

Speaker1: werden, was die Arbeitsweise oder was am Ende auch das Ergebnis angeht.

Speaker:

Speaker1: Und deswegen natürlich auch da ist es so, dass wir Sachen probieren,

Speaker:

Speaker1: dass wir natürlich Best Practices uns erarbeiten, anschauen,

Speaker:

Speaker1: Erfahrungen austauschen.

Speaker:

Speaker1: Aber auch da gibt es unglaublich viele Phänomene, dass die einen sagen,

Speaker:

Speaker1: okay, auf Plattform XY musst du Dienstag um zwischen 10 und 10.30 Uhr etwas

Speaker:

Speaker1: veröffentlichen, um dann die bestmögliche Reichweite zu haben.

Speaker:

Speaker1: Wo ich dann sage, ja, das kann man gerne mal probieren, Aber das heißt nicht,

Speaker:

Speaker1: dass das auf diesen auf diesen eigenen Fall funktioniert und

Speaker:

Speaker1: Auf der anderen Seite kann man natürlich auch wieder sagen, wenn das alle machen, dann

Speaker:

Speaker1: Wird da der meiste Content veröffentlicht und man ist einer von vielen,

Speaker:

Speaker1: also gehe ich dann lieber auf eine andere Zeit und habe wahrscheinlich ein größeres

Speaker:

Speaker1: Aufmerksamkeitsfenster, weil auch da der Algorithmus einfach sagt,

Speaker:

Speaker1: hey, es gibt gerade gar nicht so viel, was ich irgendwie Neues habe.

Speaker:

Speaker1: Dann spiele ich das jetzt an mehr User aus, weil es einen Content-Mangel gibt,

Speaker:

Speaker1: je nach Plattform, ob der wirklich existiert, muss man sich dann,

Speaker:

Speaker1: darf sich jeder selber fragen.

Speaker:

Speaker1: Aber das sind Sachen, die man natürlich auch

Speaker:

Speaker1: Auf die KI-Arbeitsweise übertragen kann. Wir

Speaker:

Speaker1: versuchen nicht ins Detail reinzugehen und versuchen nicht jedes Modell zu verstehen

Speaker:

Speaker1: und zu hinterfragen, wie das jetzt zu diesem Ergebnis kommt,

Speaker:

Speaker1: sondern auch da testen wir lieber,

Speaker:

Speaker1: probieren den gleichen Prozess mit mehreren Modellen und versuchen

Speaker:

Speaker1: das für uns beste Ergebnis dabei rauszuziehen und diesen Lernprozess zu nehmen

Speaker:

Speaker1: und nicht zu versuchen, okay, wir versuchen jetzt ein Modell dahin zu biegen,

Speaker:

Speaker1: dass es möglichst nah an unsere Anforderungen rankommt, weil auch da die Entwicklung

Speaker:

Speaker1: einfach viel zu schnell ist.

Speaker:

Speaker1: Und wir freuen uns da immer über jede Erfahrung und über jeden Austausch.

Speaker:

Speaker1: Aber am Ende sind viele Sachen, die wir uns anschauen, am Ende auch ein sehr,

Speaker:

Speaker1: sehr kreativer Prozess. Das ist jetzt

Speaker:

Speaker1: kein mathematischer, systemischer Prozess, sondern...

Speaker:

Speaker1: Da geht es ja manchmal um

Speaker:

Speaker1: viele Sachen, die KI auch nicht kann.

Speaker:

Speaker1: Dieses Emotionale, das Berührende, das sind alles Themen, mit denen wir uns

Speaker:

Speaker1: beschäftigen, wo KI uns nur bedingt weiterhilft.

Speaker:

Speaker1: Im analytischen Bereich oder in anderen Bereichen kann uns das sehr,

Speaker:

Speaker1: sehr viel weiterhelfen.

Speaker:

Speaker1: Aber in den kreativen Bereichen freuen wir uns immer über jeden Kreativen,

Speaker:

Speaker1: jeden Autor, jeden Filmschaffenden, der sich mit KI beschäftigt.

Speaker:

Speaker1: Aber das ist nicht so, dass wir sagen, da verlassen wir uns jetzt auf die KI.

Speaker:

Speaker0: Und wie siehst du das? Also wenn wir jetzt mal ganz kurz auf eben Technologien

Speaker:

Speaker0: aus dem KI-Bereich blicken und aber mal kurz in dem Fachbereich Marketing bleiben.

Speaker:

Speaker0: Konstantin ist ja kein Anfänger im Bereich Online-Marketing, ganz im Gegenteil.

Speaker:

Speaker0: Und mich würde deine Sicht nochmal ganz spezifisch interessieren.

Speaker:

Speaker0: Du hast jetzt gerade schon erwähnt, in den kreativen Bereichen Anwendung eher begrenzt.

Speaker:

Speaker0: Also bringt euch KI momentan im Marketing überhaupt was oder spielt es hier

Speaker:

Speaker0: vielleicht auch einfach in einer Liga, wo man keinen autogenerierten Text auf

Speaker:

Speaker0: die Welt loslassen kann?

Speaker:

Speaker0: Also ich habe immer noch Phyllis Taschthans Hamburger Royal PS-Slogan für Sixt im Kopf.

Speaker:

Speaker0: Also was ja eine Meisterleistung für Sixt damals war, finde ich,

Speaker:

Speaker0: einen Slogan zu bauen, den du siehst, wenn du bei Hamburg am Flughafen landest

Speaker:

Speaker0: und dann die Sixt-Werbung siehst. Sowas wirst du nicht von der KI bekommen.

Speaker:

Speaker0: Und jetzt kann ich natürlich nicht einschätzen, was ist da bei euch das Tagesgeschäft?

Speaker:

Speaker0: Also ist es entweder diese Art von Qualität oder sonst nichts?

Speaker:

Speaker0: Oder gibt es da tatsächlich auch Brot- und Buttergeschäft, auch im Marketing

Speaker:

Speaker0: sozusagen, wo man sagt, okay, passt schon, Hauptsache alle Komma- und Rechtscheibfehler sind raus.

Speaker:

Speaker1: Ja, natürlich ist Geschwindigkeit für uns ein Thema.

Speaker:

Speaker1: Dein Beispiel mit Six, die beweisen das ja auch immer sehr, sehr gut,

Speaker:

Speaker1: auch sehr, sehr schnell zu sein mit der richtigen Idee.

Speaker:

Speaker1: Also die machen da vieles richtig, was das angeht.

Speaker:

Speaker1: Und bei uns ist es so, dass wir sagen, natürlich schauen wir uns an,

Speaker:

Speaker1: wo KI uns helfen kann bei großen Textmengen zusammenfassen.

Speaker:

Speaker1: Funktioniert für uns sehr, sehr gut.

Speaker:

Speaker1: Aber auch im Marketingbereich, weil die Herausforderung, vor der wir stehen,

Speaker:

Speaker1: ist natürlich, wenn man sich den Kinomarkt mal anschaut in Deutschland,

Speaker:

Speaker1: der ist sehr, sehr fragmentiert.

Speaker:

Speaker1: Jedes Kino hat andere Anforderungen, was

Speaker:

Speaker1: Werbeformen, Werbebanner, Werbemöglichkeiten angeht.

Speaker:

Speaker1: Und wenn man sich dann anschaut, dass es tausend Kinos mit verschiedensten Konstellationen,

Speaker:

Speaker1: was Betreiber und andere Sachen angeht, ist das ein wahnsinnig großes Feld, wo man selbst betreut.

Speaker:

Speaker1: Mit einem gut aufgestellten Team einfach an Grenzen kommt und da hilft uns KI

Speaker:

Speaker1: natürlich, solche Prozesse einfach zu beschleunigen, diese Anpassung zu machen,

Speaker:

Speaker1: die Kommunikation zu unterstützen.

Speaker:

Speaker1: Aber auch in den Prozessen davor, bevor wir an so einen Punkt kommen,

Speaker:

Speaker1: zu sagen, okay, wir wollen,

Speaker:

Speaker1: wir wissen, wie unser Plakat aussieht. Das ist ein sehr, sehr langer,

Speaker:

Speaker1: kreativer Prozess und da haben wir auch was entwickelt, wo wir sagen,

Speaker:

Speaker1: okay, das hilft uns in manchen Schritten,

Speaker:

Speaker1: statt über ein, zwei Wochen eher über fünf bis zehn Minuten zu sprechen,

Speaker:

Speaker1: um da Abkürzungen anzubringen.

Speaker:

Speaker1: Die diese lange Wegstrecke von der Idee bis hin zu einem fertigen Plakat einfach

Speaker:

Speaker1: beschleunigen, was dann uns einfach in der täglichen Arbeit massiv hilft.

Speaker:

Speaker1: Diese Diskussionen und diese Unterhaltung darüber, ist man auf der richtigen

Speaker:

Speaker1: Spur, hat man die richtige Idee, wie setzt man die dann richtig um,

Speaker:

Speaker1: einfach zu beschleunigen.

Speaker:

Speaker1: Uns geht es jetzt nicht darum, dass KI am Ende ein fertiges Plakat macht oder

Speaker:

Speaker1: auch andere Sachen einmal fertig macht, aber den Weg dahin, eine Gesprächsgrundlage

Speaker:

Speaker1: zu haben, das ist das, was uns gerade auffällt, dass uns das wahnsinnig hilft, das zu beschleunigen.

Speaker:

Speaker0: Und wenn wir jetzt mal auf die Kolleginnen und Kollegen bei dir in der Firma

Speaker:

Speaker0: blicken, also was ich so wahrgenommen habe und was auch,

Speaker:

Speaker0: mein Prior, also mein Vorurteil sozusagen auch war, war, dass es natürlich technische

Speaker:

Speaker0: Berufe gibt, wie zum Beispiel alles, was mit Kameraton, Videotechnik zu tun

Speaker:

Speaker0: hat, mit dem Schneiden, mit Special Effects.

Speaker:

Speaker0: Und da hätte ich erwartet, dass bei so jemandem dann die technische Faszination

Speaker:

Speaker0: auch ganz natürlich da ist. quasi so im Sinne, naja cool, jetzt haben wir halt yet another AI-Tool.

Speaker:

Speaker0: Wie ist das, wenn du auf die anderen Firmenbereiche blickst?

Speaker:

Speaker0: Also geht da jetzt das auch schmeidig vonstatten, dass man sagt,

Speaker:

Speaker0: ja cool, okay, dann machen wir halt jetzt das Filmplakat mit KI-Unterstützung.

Speaker:

Speaker0: Oder siehst du, dass es da tatsächlich nochmal quasi wie eine emotionale Schallmauer

Speaker:

Speaker0: gibt, hinsichtlich auch zum Beispiel Berührungsängsten?

Speaker:

Speaker0: Wie ist das bei euch?

Speaker:

Speaker1: Definitiv gibt es da auch alle Erfahrungsformen, die man sich so vorstellen kann.

Speaker:

Speaker1: Wenn neue Technologie oder auch in Anführungsstrichen nur ein neues Tool irgendwo zum Einsatz kommt,

Speaker:

Speaker1: gibt es die Menschen, die da offener sind und es gibt welche,

Speaker:

Speaker1: die sagen, das passt nicht in meinen Prozess oder ich habe da andere Erfahrungen gemacht.

Speaker:

Speaker1: Das sind sehr, sehr unterschiedliche Erfahrungen, die man da macht.

Speaker:

Speaker1: Aber auch da ist es so, dass wir gerade in diesen technischen Bereichen ist

Speaker:

Speaker1: ja über die vielen, vielen Jahre auch so viel Innovation passiert,

Speaker:

Speaker1: von der Digitalisierung bis hin zu jetzt x-Auswertungsformen,

Speaker:

Speaker1: in die man so Filme reinbringen kann.

Speaker:

Speaker1: Also das ist für uns jetzt nichts, auch da in diesem Prozess,

Speaker:

Speaker1: diese Veränderung ist nichts Neues. Die Geschwindigkeit ist jetzt nochmal eine andere.

Speaker:

Speaker0: Okay, inwiefern? Also auch in den klassischen Bereichen hat sich auch das beschleunigt?

Speaker:

Speaker1: Ja, also bei uns ist es natürlich so, dass die Qualität im Vordergrund steht,

Speaker:

Speaker1: was unseren Output angeht.

Speaker:

Speaker1: Also alles, was wir fertigstellen, haben wir sehr, sehr hohe Qualitätsansprüche

Speaker:

Speaker1: an uns und natürlich auch das Publikum an uns.

Speaker:

Speaker1: Und damit, wenn man jetzt sagt, wir reden über generative KI im Bewegtbildbereich, im Videobereich,

Speaker:

Speaker1: dann ist es natürlich schwierig zu sagen, wir generieren jetzt mal aus dem Stand

Speaker:

Speaker1: raus, aus einem guten Text,

Speaker:

Speaker1: x Minuten KI-Film und können uns den auch ruhigen Gewissens auf einer großen Leinwand anschauen.

Speaker:

Speaker1: Das ist technisch noch nicht gelöst. Der Weg dahin ist aber,

Speaker:

Speaker1: um Woche zu Woche wird das kürzer, dieses Ziel zu erreichen.

Speaker:

Speaker1: Und das zu beobachten und natürlich auch diese Prozesse bei uns und

Speaker:

Speaker1: So hingehend zu informieren, zu begleiten, zu verändern, das ist das,

Speaker:

Speaker1: was unsere Herausforderung ist.

Speaker:

Speaker1: Weil wenn man sich anschaut, selbst wenn ein Drehbuch, eine Idee da ist,

Speaker:

Speaker1: einen normalen Film mit 90 Minuten zu realisieren, da spricht man sehr,

Speaker:

Speaker1: sehr gerne von anderthalb Jahren Fertigstellungszeit.

Speaker:

Speaker1: Und jetzt schauen wir mal zurück, was im Bewegtbild generativen KI-Bereich vor

Speaker:

Speaker1: anderthalb Jahren möglich war und was jetzt möglich ist.

Speaker:

Speaker1: Dann ist es schwer, jetzt dann festzulegen, wie das in anderthalb Jahren wieder aussehen wird.

Speaker:

Speaker1: Aber wir müssen uns der Herausforderung natürlich stellen. Wir können jetzt

Speaker:

Speaker1: nicht einfach sagen, wir warten jetzt, bis es irgendwann geht und das genau

Speaker:

Speaker1: so ist, wie sich das alle Beteiligten vorstellen.

Speaker:

Speaker1: Auch da probieren wir viel, tasten uns ran.

Speaker:

Speaker1: Und wir freuen uns am Ende auch über diese Möglichkeiten, weil das bietet natürlich

Speaker:

Speaker1: in diesem kreativen Prozess sehr, sehr viele neue Möglichkeiten,

Speaker:

Speaker1: die vorher aus diversen Gründen nicht möglich waren.

Speaker:

Speaker1: Und das macht es wieder interessant, weil am Ende glauben wir daran, dass KI,

Speaker:

Speaker1: dass unsere Filme, unsere Projekte noch besser machen wird, weil einfach die

Speaker:

Speaker1: Möglichkeiten für die Kreativen einfach jetzt noch größer sind.

Speaker:

Speaker1: Und unsere Aufgabe ist, dafür den richtigen Rahmen zu bauen.

Speaker:

Speaker0: Da müssen wir jetzt seit einem mal nochmal ganz kurz reinnerden.

Speaker:

Speaker0: Bei den Videogeneratoren, die du gerade schon angeschnitten hast, ich denke,

Speaker:

Speaker0: das, was die größte Welle auch erzeugt hat, das war Zora von OpenAI,

Speaker:

Speaker0: was, glaube ich, mittlerweile auch schon wieder eingestellt ist,

Speaker:

Speaker0: weil sie sich verzettelt haben so ein bisschen in ihrem Produktportfolio, aber sei es drum.

Speaker:

Speaker0: Das ist natürlich auf den ersten Blick schon extrem beeindruckend.

Speaker:

Speaker0: Du kriegst was auf den ersten Blick Video- oder Fotorealistisches raus,

Speaker:

Speaker0: aber das Snippet dauert dann nur so 5, 6, 7 Sekunden und,

Speaker:

Speaker0: wie blickst du da jetzt auf den Stand der Technik?

Speaker:

Speaker0: Also sagst du, wir sind noch nicht am Ziel mit den Videogeneratoren,

Speaker:

Speaker0: liegt das daran, ist es zu teuer oder ist sowas wie Face Consistency,

Speaker:

Speaker0: schaut es immer anders aus, wenn man quasi weiter generiert,

Speaker:

Speaker0: wo klemmt es denn?

Speaker:

Speaker0: Also weil als Laie, wenn ich so drauf gucke, dann würde ich mir ja gerade denken,

Speaker:

Speaker0: so ja klar, Schauspieler, Beruf von gestern, Aber da klingt er jetzt bei dir doch so, ja mit nicht.

Speaker:

Speaker1: Nein, das ist definitiv nicht so. Wir haben auch nicht das Ziel bei uns,

Speaker:

Speaker1: auch wenn es das alles schon irgendwo mal jemand probiert hat und auch gemacht

Speaker:

Speaker1: hat, irgendwo virtuelle Schauspieler oder solche Sachen einzusetzen.

Speaker:

Speaker1: Es gibt sicherlich kreative Ideen, wo man das in Zukunft mal machen kann,

Speaker:

Speaker1: aber das ist nicht unser Fokus.

Speaker:

Speaker1: Und die Problematik aktuell ist, dass die Modelle einfach, wenn wir jetzt auch

Speaker:

Speaker1: da wieder das Kinobeispiel hernehmen,

Speaker:

Speaker1: dass so ein Videomodell konsistent in einer hohen Qualität Inhalte generiert,

Speaker:

Speaker1: als wirklich so Full-Frame auf die volle Größe,

Speaker:

Speaker1: ist derzeit einfach noch nicht auf dem Stand. Auch wenn natürlich die ersten

Speaker:

Speaker1: Modelle sagen, sie exportieren nativ 4K, dann klingt das erstmal wahnsinnig gut.

Speaker:

Speaker1: Wenn dann aber so ein Zehn-Sekunden-Schnipsel nur einen Bruchteil von der eigentlichen

Speaker:

Speaker1: 4K-Größe ausmacht, dann merkt man einfach, dass dort einfach

Speaker:

Speaker1: Bildinformationen einfach nicht da sind und die auch da wieder noch nicht da

Speaker:

Speaker1: sind. Das ist einfach ein wahnsinnig schneller Prozess.

Speaker:

Speaker1: Und das einfach zu beobachten und

Speaker:

Speaker1: Wir probieren auch sehr, sehr viel in dem Bereich, dass diese Entwicklung von

Speaker:

Speaker1: Woche zu Woche immer wieder sich vorzunehmen und zu sagen, okay,

Speaker:

Speaker1: was jetzt noch nicht geht, probieren wir in ein paar Wochen nochmal.

Speaker:

Speaker1: Und auf einmal geht es und das so mitzubekommen und das auch wieder in die Teams

Speaker:

Speaker1: wieder reinzutragen, macht wahnsinnigen Spaß, weil das einfach...

Speaker:

Speaker1: Neue Möglichkeiten schafft, Projekte zu denken und das ist ein hochspannender Prozess, das zu sehen.

Speaker:

Speaker1: Und solche Sachen wie Zora, ich finde es sehr, sehr spannend zu sehen,

Speaker:

Speaker1: dass sie auf der einen Seite das versucht haben, auch als Plattform,

Speaker:

Speaker1: im weitesten Sinne eine Social-Plattform hinzustellen.

Speaker:

Speaker1: Haben ja auch da viele, viele richtige Ankündigungen gemacht.

Speaker:

Speaker1: Und jetzt von einem Tag auf den anderen haben sie zumindest der Öffentlichkeit den Stecker gezogen.

Speaker:

Speaker1: Wir haben, Gott sei Dank, noch einen Zugang. Wir kriegen noch was aus Sohn raus.

Speaker:

Speaker1: Aber das ist die Frage, wie lange noch. Aber wir haben auch da,

Speaker:

Speaker1: sind wir nicht aufgestellt und sagen, wir sind in einer Abhängigkeit von einem Modell.

Speaker:

Speaker1: Das wäre auch falsch, sich aufzustellen. sondern wir sind da sehr,

Speaker:

Speaker1: sehr breit aufgestellt und versuchen uns eher um den Punkt darüber zu kümmern,

Speaker:

Speaker1: also den Layer über den Modellen.

Speaker:

Speaker1: Das ist der Spielraum, in dem ich glaube, wir uns alle gerade am liebsten bewegen,

Speaker:

Speaker1: weil das ist auch das, wo wir den Gestaltungsfreiraum haben und viele Sachen

Speaker:

Speaker1: machen können, ohne eine direkte Abhängigkeit zu einem

Speaker:

Speaker1: US- oder asiatischen Modell zu haben.

Speaker:

Speaker0: Also das kann ich nur unterstreichen. Wir bauen bei Erdium Prompt-Trees, Prompt-Chains,

Speaker:

Speaker0: immer soweit es geht, auch modellagnostisch auf. Und ich habe das,

Speaker:

Speaker0: früher war das so, ja okay, jetzt ziehen wir uns mal irgendwelche USBs aus dem Ärmel.

Speaker:

Speaker0: Und haben dann erst hinterher gemerkt, wie wichtig das eigentlich ist.

Speaker:

Speaker0: Und ich habe ja letzte Woche von Microsoft wieder eine Deprecation Notice bekommen.

Speaker:

Speaker0: Die haben schon angekündigt, wann sie das GPT-4.1-Modell abdrehen.

Speaker:

Speaker0: Und das ist natürlich krass.

Speaker:

Speaker0: Das gibt es noch nicht lange. Und gleichzeitig braucht man einfach Platz in die Rechenzentren.

Speaker:

Speaker0: Und ich kann mir nur den Clusterfuck vorstellen, wenn man sozusagen in einem

Speaker:

Speaker0: langfristigen Projekt drinsteckt, wie in einer Filmproduktion.

Speaker:

Speaker0: Und während man noch mitten im Projekt ist, ist das Modell, auf das man gesetzt

Speaker:

Speaker0: und hinoptimiert, schon gar nicht mehr verfügbar.

Speaker:

Speaker0: Ja, krass, das kannst du ja nicht bringen.

Speaker:

Speaker0: Deswegen finde ich das extrem wertvoll und auch an die Zuhörer,

Speaker:

Speaker0: das hier nicht zu überhören. Sondern das ist ein ganz wichtiger Punkt,

Speaker:

Speaker0: dass man sich nie auf Gedeih und Verderb an einem Modell, geschweige denn an

Speaker:

Speaker0: einem Modellprovider, verheiratet. Da bist du aufgeschmissen.

Speaker:

Speaker1: Das ist aber auch so das Thema, wo es am Anfang losging.

Speaker:

Speaker1: Also vor 4.1 war es ja dann so, dass man überlegt hat, okay,

Speaker:

Speaker1: wir haben hier viele, viele Daten. Wir fangen jetzt an, ein Modell zu trainieren,

Speaker:

Speaker1: zu fein zu tunen, mit diesen Daten wirklich anzureichern.

Speaker:

Speaker1: Und zwei Monate später, oder abends machen wir die Zyklen noch ein bisschen

Speaker:

Speaker1: länger, ein paar Monate später kam auf einmal ein Modell.

Speaker:

Speaker1: Und dann hieß es so, okay, wie machen wir weiter? weil die Trainingsdaten waren

Speaker:

Speaker1: in dem ersten Modell drin und lassen sie nicht eins, zwei, eins ins neue Modell übertragen.

Speaker:

Speaker1: Das ist auch so eine Erfahrung, die das eine oder andere Unternehmen sehr,

Speaker:

Speaker1: sehr schmerzhaft, glaube ich, machen musste, weil sie ihren Prozess und ihre

Speaker:

Speaker1: ganzen Sachen auf dieses eine Modell und dieses Training und Verbesserung gesetzt haben.

Speaker:

Speaker1: Und das Folgemodell hat das einfach aufgrund des Fortschritts der Entwicklung

Speaker:

Speaker1: einfach mal einfach zunichte gemacht, indem es das einfach konnte.

Speaker:

Speaker1: Alles, was vorher da rein investiert wurde und gemacht wurde,

Speaker:

Speaker1: war auf einmal nahezu egal, weil

Speaker:

Speaker1: Das neue Modell das einfach konnte und beantworten konnte.

Speaker:

Speaker1: Aber was du sagst, ist natürlich genau diese Schwierigkeit, weil jedes Modell

Speaker:

Speaker1: natürlich diese Eigenheiten hat,

Speaker:

Speaker1: Sachen in die eine oder andere Richtung zu beantworten, mal so oder so auszulegen.

Speaker:

Speaker1: Auch da wieder in diesem kreativen Prozess. Es ist natürlich ein weites Feld,

Speaker:

Speaker1: was man da im Zweifel hat und natürlich optimiert man in eine oder andere Richtung.

Speaker:

Speaker1: Und dann ein Modell zu wechseln, das ist dann was, wo man trotzdem sehr,

Speaker:

Speaker1: sehr genau hinschauen sollte, ob am Ende immer noch das gleiche Ergebnis rauskommt,

Speaker:

Speaker1: was man vorher in dieser Pipeline, in diesem Workflow sich erarbeitet hat.

Speaker:

Speaker1: Aber natürlich ist es so, dass

Speaker:

Speaker1: man die Infrastrukturen, und diese Grundstruktur, dass es das Arbeiten

Speaker:

Speaker1: möglichst flexibel aufstellen sollte.

Speaker:

Speaker0: Jetzt haben wir ein bisschen drüber gesprochen, was man wahrscheinlich auch

Speaker:

Speaker0: so als Außenstehender relativ schnell am Schirm hat, nämlich,

Speaker:

Speaker0: okay, Konstantin Film, KI, wir generieren einen Film mit KI.

Speaker:

Speaker0: Jetzt war das für mich ja echt interessant zu sehen, aus welchen Bausteinen

Speaker:

Speaker0: und auch Entitäten ein Konstantin Film besteht.

Speaker:

Speaker0: Und man merkt es auch schon, wenn man in der Feilitzstraße mal ans Klingelschild

Speaker:

Speaker0: schaut, da merkt man, das ist nicht nur eine Firma, die da rödelt.

Speaker:

Speaker0: Kannst du uns das nochmal kurz auseinander nehmen, damit wir uns dann nachher

Speaker:

Speaker0: mal angucken können, neben dem reinen Video generieren, wo ist denn KI für euch von Relevanz?

Speaker:

Speaker0: Da müssen wir erstmal verstehen, was macht Konstantin eigentlich?

Speaker:

Speaker0: Also jetzt mal aus Konzern-Sicht, was ist Konstantin?

Speaker:

Speaker1: Ja, wie du richtig sagst, es ist jeder herzlich eingeladen, hier mal vorbeizuschauen.

Speaker:

Speaker1: Wir sind am Ende aufgestellt in verschiedene Bereiche. Wir haben einmal den

Speaker:

Speaker1: Produktionsbereich, wo wir selber oder in Co-Produktion Projekte realisieren, Filme, Serien.

Speaker:

Speaker1: Und die ganze Bandbreite

Speaker:

Speaker1: stellen wir mit unseren Firmen, da gibt es mehrere, stellen wir her,

Speaker:

Speaker1: begleiten diesen Prozess.

Speaker:

Speaker1: Dann haben wir eine Vertriebsunit, die sich um die komplette Auswertung von

Speaker:

Speaker1: unseren Filmen, von unseren Serien kümmert.

Speaker:

Speaker1: Das geht um die Kino-Vermarktung, aber auch, was man auf den Streaming-Plattformen

Speaker:

Speaker1: entdeckt, bis hin zu, was man in Flugzeugen, bei der Deutschen Bahn,

Speaker:

Speaker1: da gibt es die verschiedensten Formen

Speaker:

Speaker1: Und Reisemöglichkeiten, wo man auf einmal Inhalte von uns konsumieren kann.

Speaker:

Speaker1: Sehr, sehr spannender Bereich und hat sehr, sehr viel mit Lizenzmanagement,

Speaker:

Speaker1: im weitesten Sinne Rechte-Management zu tun.

Speaker:

Speaker1: Und natürlich auch alleine so einen Film produzieren zu können,

Speaker:

Speaker1: braucht man sehr, sehr viel Vertragswerk, um alles Mögliche zu klären,

Speaker:

Speaker1: angefangen von Titelrechten bis hin zu Verfilmungsrechten, bis hin zu dem ganzen

Speaker:

Speaker1: Team von mehreren hundert Leuten, die an einem Film arbeiten,

Speaker:

Speaker1: die natürlich bei uns nicht alle festangestellt sind, sondern das sind Projektverträge.

Speaker:

Speaker1: Und dann, was ich schon angesprochen hatte, die Auswertungsformen,

Speaker:

Speaker1: dass man sagt, okay, das wird in verschiedensten Szenarien hier in Deutschland,

Speaker:

Speaker1: aber auch international verkauft, gezeigt,

Speaker:

Speaker1: auf einer DVD gepresst, was auch immer, was es alles gibt.

Speaker:

Speaker1: Und das ist unglaublich komplex und das ist das, was du, glaube ich,

Speaker:

Speaker1: meinst, was jemand von außen einfach gar nicht sieht, sondern der sieht am Ende den Film,

Speaker:

Speaker1: sieht vielleicht davor noch einen Trailer oder ein Plakat oder irgendwelche

Speaker:

Speaker1: anderen Sachen, aber alles, was dahinter passiert oder auf dem Weg dahin passiert,

Speaker:

Speaker1: ist Gott sei Dank für den Endkonsumenten da draußen unsichtbar.

Speaker:

Speaker0: Also ich fand das krass, wie sehr das wirklich in der Königsklasse von Projektmanagement

Speaker:

Speaker0: auch irgendwo ist, einen Film erstmal hinzukriegen.

Speaker:

Speaker0: Du hast es gerade im Nebensatz erwähnt, ich wusste das nicht,

Speaker:

Speaker0: dass für einen Film, wenn ich dich damals richtig verstanden habe,

Speaker:

Speaker0: das Team immer dynamisch zusammengebaut wird, oder?

Speaker:

Speaker0: Du machst ein neues Projekt und du baust dir das Projektteam aus alten Bekannten

Speaker:

Speaker0: zwar, aber du baust dir das neu zusammen.

Speaker:

Speaker1: Genau,

Speaker:

Speaker1: es gibt Teams, du hast vorhin den Leberkäs-Junkie erwähnt, also unsere Eberhofer-Filme.

Speaker:

Speaker1: Jetzt kommt dieses Jahr der 10. ins Kino, am 13.8. kann man sich schon mal merken.

Speaker:

Speaker1: Grandios, da ist natürlich die Team-Zusammensetzung relativ einfach,

Speaker:

Speaker1: weil das Team seit zehn Filmen über zehn Jahre lang diese tollen Werke irgendwie erstellt.

Speaker:

Speaker1: Aber sonst ist es genau richtig, dass sonst die Konstellationen natürlich hier und da mal ähnlich sind.

Speaker:

Speaker1: Aber da gibt es kein festes Team, was unterschiedliche Genre oder unterschiedliche

Speaker:

Speaker1: Formate produziert, sondern das ist eine Besonderheit,

Speaker:

Speaker1: dass die Filme und Serien von unterschiedlichen Teams erstellt werden.

Speaker:

Speaker0: Was ich da auch krass fand, das ist dieses ganze Thema Vertragsmanagement.

Speaker:

Speaker0: Also ich muss das echt nochmal unterstreichen, weil man das von außen,

Speaker:

Speaker0: glaube ich, total unterschätzt.

Speaker:

Speaker0: Du hast eben diese dynamischen Teams, du hast hunderte Verträge Richtung Anstellungsverträge,

Speaker:

Speaker0: Richtung Rechteverwertung und jeder will mir extra wurscht.

Speaker:

Speaker0: Und das als Konstantin dann irgendwo im Griff zu behalten, das ist schon echt eine Meisterleistung.

Speaker:

Speaker0: Und die Frage, die sich mir da stellt, ist, wie blickst du drauf,

Speaker:

Speaker0: Wenn man jetzt mal sozusagen diese zwei, ich vereinfache das mal jetzt, auf zwei Seiten.

Speaker:

Speaker0: Das ist einmal eine Konstantin, die ist eine sehr, sehr kreative Firma und einmal

Speaker:

Speaker0: eine sehr prozedurale, strukturelle Firma.

Speaker:

Speaker0: Und jetzt vorhin haben wir eben über KI im Kreativbereich gesprochen,

Speaker:

Speaker0: das ist das, wo man sofort irgendwie drauf springt, wenn man drüber nachdenkt, aber,

Speaker:

Speaker0: gehst du bei der These mit, dass der eigentliche Jebel für KI viel mehr in diesen

Speaker:

Speaker0: prozeduralen Verwaltungstätigkeiten liegt oder ist es nur ein Zwischenstep,

Speaker:

Speaker0: bis die Bildgeneratoren gut genug sind?

Speaker:

Speaker1: Das ist eigentlich das Tolle an

Speaker:

Speaker1: meiner Aufgabe, dass ich in beiden Welten unterwegs sein kann. Natürlich

Speaker:

Speaker1: Haben wir Herausforderungen, die, ich meine mal, dass es viele andere Unternehmen

Speaker:

Speaker1: auch haben, dass diese organisatorischen, administrativen Themen,

Speaker:

Speaker1: das sind Themen, wie du es richtig sagst, im Vertragsmanagement,

Speaker:

Speaker1: im Vertragsverhandlungen,

Speaker:

Speaker1: in all diesen Bereichen, aber auch in der Buchhaltung oder in anderen Bereichen

Speaker:

Speaker1: muss man sich natürlich anschauen, wie die Entwicklung ist, was möglich ist,

Speaker:

Speaker1: was rechtlich möglich ist, was man machen darf.

Speaker:

Speaker1: Aber das ist bei uns nicht eine Entscheidung, wo wir sagen, okay,

Speaker:

Speaker1: nur weil im generativen KI-Bereich das eine oder andere vielleicht noch nicht

Speaker:

Speaker1: auf dem Level ist, wie wir uns das vorstellen, dann heißt es nicht,

Speaker:

Speaker1: dass wir den Bereich links liegen lassen und warten, bis es soweit ist,

Speaker:

Speaker1: sondern genau da schauen wir auch ganz genau rein und probieren trotzdem aus

Speaker:

Speaker1: jedem Projekt irgendwo was rauszuholen, noch mithilfe von KI,

Speaker:

Speaker1: von geänderten Prozessen,

Speaker:

Speaker1: von vielen Schulungsthemen, viel Austausch innerhalb der Firma.

Speaker:

Speaker1: Und deswegen gibt es da kein Entweder-Oder für uns, sondern wir versuchen beide

Speaker:

Speaker1: Bereiche so gut und auch am Ende so schnell wie möglich umzusetzen.

Speaker:

Speaker0: Jetzt war ja in den USA das Thema mit den Künstlerrechten sehr heiß diskutiert.

Speaker:

Speaker0: Also das ging ja los schon bei den Drehbuchautoren, die dann irgendwann,

Speaker:

Speaker0: wie lange hat es gedauert, oder hält das sogar immer noch an,

Speaker:

Speaker0: in den massiven Streit getreten sind.

Speaker:

Speaker0: Dann die großen Streamer, die in den Verträgen dann auf einmal drin hatten,

Speaker:

Speaker0: ja okay, wenn du mit uns zusammenarbeitest, dann trittst du jetzt einfach mal alle Rechte ab.

Speaker:

Speaker0: Wir können hinsichtlich KI-Training dann ab sofort machen, was wir wollen.

Speaker:

Speaker0: Also Drehbücher Drehbuchautoren, das waren so die ersten dann ging das Ganze

Speaker:

Speaker0: rüber, dass Schauspieler jetzt ja mittlerweile auch schon teilweise anfangen,

Speaker:

Speaker0: das Recht an ihrem Gesicht zu verkaufen das funktioniert, wenn,

Speaker:

Speaker0: man quasi schon eine Personal Brand etabliert hat, ja dann kann man den Schritt

Speaker:

Speaker0: tun und die Frage, die sich mir stellt ist, wenn du jetzt mal,

Speaker:

Speaker0: du hast vorhin erwähnt, Konstantin steht für hohe Qualität, ja das ist was ist Qualität?

Speaker:

Speaker0: Aus meiner Sicht persönlich ist, eine emotionale Bindung herzustellen.

Speaker:

Speaker0: Und die Frage, die mich umtreibt, ist, inwiefern ist es überhaupt realistisch,

Speaker:

Speaker0: jetzt mal im Sinne eines KI-generierten Films,

Speaker:

Speaker0: dass ich als Zuschauer dann sage, ja, klar, das ist jetzt cool.

Speaker:

Speaker0: Oder brauche ich einen George Clooney, brauche ich einen Tom Cruise,

Speaker:

Speaker0: weil ich Fan dieser natürlichen Person bin.

Speaker:

Speaker0: Also ist das weiterhin die Rolle des Menschen und verlagert sich dann realistischerweise

Speaker:

Speaker0: so das Thema Video generieren mit KI-Modellen eher so im Bereich Werbeprospekte und,

Speaker:

Speaker0: Klamottenwerbung auf Social Media?

Speaker:

Speaker0: Wie siehst du da die Rolle des Schauspielers und der Schauspielerin?

Speaker:

Speaker1: Das ist, glaube ich, sehr, sehr abhängig von dem Stoff und von der kreativen Idee, ob das jetzt,

Speaker:

Speaker1: Ich glaube nicht, dass nur weil jetzt eine bekannte Persönlichkeit,

Speaker:

Speaker1: ein bekannter Schauspieler, Schauspielerin in ein Projekt gesteckt wird,

Speaker:

Speaker1: dass es automatisch deswegen irgendwie erfolgreicher oder weniger erfolgreich ist,

Speaker:

Speaker1: sondern es kommt da, glaube ich, wirklich auf viele, viele mehr Faktoren an, die

Speaker:

Speaker1: die das ausmachen und die dieses, ja, was wir am Anfang gesprochen haben,

Speaker:

Speaker1: diese emotionale Bindung schaffen zu herzustellen und natürlich eine Relevanz

Speaker:

Speaker1: zu schaffen. Das ist das, worauf es ankommt.

Speaker:

Speaker1: Und auf der anderen Seite gibt es da tolle Möglichkeiten, wenn man sich anschaut,

Speaker:

Speaker1: dass auch in Amerika gerade ein verstorbener Schauspieler wieder dank KI quasi

Speaker:

Speaker1: in ein neues Projekt gesteckt wird,

Speaker:

Speaker1: wo natürlich sehr, sehr viele auch rechtliche Themen vorab zu klären sind,

Speaker:

Speaker1: bevor man solche Sachen macht.

Speaker:

Speaker1: Nur weil es technisch möglich ist, heißt das nicht, dass man es machen sollte

Speaker:

Speaker1: und natürlich auch, ob das Publikum das auch so honoriert.

Speaker:

Speaker1: Also wir machen ja auch nicht einen KI-Film,

Speaker:

Speaker1: weil wir jetzt glauben, dass das Publikum jetzt auf einmal auf das Genre KI-Filme

Speaker:

Speaker1: auf einmal raufspringt und weil es technisch möglich ist, sondern weil wir sagen,

Speaker:

Speaker1: es muss die richtige Idee da sein. Es muss

Speaker:

Speaker1: In diesen kreativen Prozess reinpassen. Und da gibt es sicherlich gute Ideen,

Speaker:

Speaker1: die wir haben, was man da machen kann.

Speaker:

Speaker1: Aber für uns ist es ganz, ganz wichtig, dass die Rechte, die Urheberrechte,

Speaker:

Speaker1: die Persönlichkeitsrechte gewahrt werden beim Einsatz von KI.

Speaker:

Speaker1: Und das ist das, wo wir uns sehr, sehr stark für einsetzen, dass dort einfach

Speaker:

Speaker1: eine harte Grenze gezogen wird. Wenn dort irgendein Einverständnis

Speaker:

Speaker1: nicht gegeben ist, dann

Speaker:

Speaker1: kann man nur raten, die Finger davon zu lassen.

Speaker:

Speaker0: Ich habe mir im Vorfeld, in der Vorbereitung auch überlegt, wo ich eine rote

Speaker:

Speaker0: Linie sehe für den Einsatz von KI.

Speaker:

Speaker0: Und das hast du mir jetzt gerade auch schon vorweggenommen. Also es ist gut

Speaker:

Speaker0: zu wissen, dass eine Konstantin sich an die Spielregeln hält und nicht wie die

Speaker:

Speaker0: Amerikaner vorgeht. So, ja, jetzt machen wir einfach mal und schauen,

Speaker:

Speaker0: sollen sie uns halt verklagen?

Speaker:

Speaker0: Das ist für mich ein wichtiges Signal, weil ich denke, dass er schon auch eine

Speaker:

Speaker0: Community ist, die irgendwo, ich habe den Eindruck, es kennt sich in der Filmbranche

Speaker:

Speaker0: irgendwie auch jeder, oder?

Speaker:

Speaker0: Und wenn jetzt der eine anfangen würde, sozusagen mit Ellenbogen ausfahren und

Speaker:

Speaker0: jetzt ohne Rücksicht auf Verluste zu agieren, das wäre, glaube ich,

Speaker:

Speaker0: ein sehr destruktives Verhalten. Also von daher finde ich die Aussage gerade

Speaker:

Speaker0: von dir sehr, sehr stark, dass man hier ordentlich spielt.

Speaker:

Speaker1: Definitiv, aber es gibt auch, also es gibt da einfach viele,

Speaker:

Speaker1: viele neue Möglichkeiten.

Speaker:

Speaker1: Sachen umzusetzen, Sachen zu verändern. Aber ja, die Rahmenbedingungen dafür müssen gegeben sein.

Speaker:

Speaker1: Und da sind wir wieder bei dem Punkt, dass das auch am Ende viel Vertragswerk

Speaker:

Speaker1: sein kann, dass man an die technische Umsetzung rangeht.

Speaker:

Speaker1: Aber das macht es sehr spannend, dass sich da einfach viele,

Speaker:

Speaker1: viele Bereiche bei uns damit auseinandersetzen können, dürfen und müssen,

Speaker:

Speaker1: wie man mit solchen neuen Situationen und auch teils

Speaker:

Speaker1: mit neuen Rechten und neuen Verpflichtungen, die daraus entstehen, auf einmal umgeht.

Speaker:

Speaker1: Und das macht uns sehr, sehr viel Spaß, weil das am Ende wieder sehr,

Speaker:

Speaker1: sehr gut zu uns passt, diese Veränderungen zu sehen, zu nehmen und

Speaker:

Speaker1: daraus wieder was machen zu können und wieder was Neues entstehen lassen zu können.

Speaker:

Speaker0: Ein Thema, das mich auch fast in jedem Podcast-Gespräch begleitet,

Speaker:

Speaker0: das ist so das Thema des Nachwuchses und der veränderten Nachwuchssituation,

Speaker:

Speaker0: die durch KI entstanden ist.

Speaker:

Speaker0: Also ich denke, am krassesten sieht man das momentan im Bereich Softwareentwicklung.

Speaker:

Speaker0: Wo vor einem Jahr wahrscheinlich kein Älter dieses Planeten den eigenen Kindern

Speaker:

Speaker0: empfohlen hätte, Informatik zu studieren.

Speaker:

Speaker0: Jetzt mittlerweile geht das Pendel wieder so ein bisschen in die andere Richtung,

Speaker:

Speaker0: aber aus einem interessanten Grund,

Speaker:

Speaker0: nicht um noch wirklich Low-Level-Programmieren zu lernen, sondern weil,

Speaker:

Speaker0: und das sehen wir ja auch bei unserer eigenen Softwareentwicklung,

Speaker:

Speaker0: weil die Komplexität nicht weniger wird, sie wird eher mehr,

Speaker:

Speaker0: weil man jetzt statt selbst zu programmieren auf einmal 94 KI-Agenten orchestrieren

Speaker:

Speaker0: muss und die in die richtige Richtung schickt.

Speaker:

Speaker0: Also man operiert sozusagen jetzt als Softwareentwickler einfach eine Abstraktionsebene höher.

Speaker:

Speaker0: Und nichtsdestotrotz, also gerade in dem Bereich haben wir die Situation,

Speaker:

Speaker0: dass ich natürlich meinen Seniors das wunderbar machen lassen kann, weil die wissen,

Speaker:

Speaker0: was quasi guten Code ausmacht und eine gute Architektur, weil sie es halt vielleicht

Speaker:

Speaker0: schon 94 Mal falsch gemacht haben und aus den Schmerzen gelernt haben.

Speaker:

Speaker0: Und das Thema sehen wir bei Industriekonstrukteuren, die CAD-Konstruktionen

Speaker:

Speaker0: früher selber gemacht haben. Mittlerweile verschiebt sich in den Bereich KI und, und, und, und.

Speaker:

Speaker0: Und wenn du jetzt mal auf die, muss man auch sagen, wahnsinnig diversen Aufgabengebiete

Speaker:

Speaker0: bei Konstantin blickst, wo siehst du, dass sich die Aufgaben jetzt auch schon

Speaker:

Speaker0: aus dem Studium raus verändern?

Speaker:

Speaker0: Also jetzt mal an alle vielleicht Berufsanfänger, die den Podcast hören.

Speaker:

Speaker0: Wo würdest du raten, ja klar, also da verschiebt sich einfach in Richtung KI, passt schon.

Speaker:

Speaker0: Oder wo siehst du, ja, klar gibt es ein KI-Tool dafür, aber mach mal lieber

Speaker:

Speaker0: ein Jahr lang ohne, damit du quasi Hände schmutzig machenderweise erst mal lernst,

Speaker:

Speaker0: wie es wirklich gehört, damit du dann die KI richtig steuern kannst.

Speaker:

Speaker1: Ja, das ist wahnsinnig schwer, gerade in jedem Bereich irgendwo eine Empfehlung

Speaker:

Speaker1: zu geben, wohin sich Absolventen im weitesten Sinne sich hin entwickeln sollen.

Speaker:

Speaker1: Ich glaube, es ist relativ einfach, wenn man eine Passion für ein Thema hat,

Speaker:

Speaker1: KI hin oder her, dann weiß ich gar nicht, ob am Ende die KI

Speaker:

Speaker1: genau solches,

Speaker:

Speaker1: Das dann wirklich flagen wird. Also wenn jemand sich bisher für Softwareentwicklung

Speaker:

Speaker1: interessiert hat und dort sehr, sehr viel Zeit und Interesse reingesteckt hat,

Speaker:

Speaker1: dann ist die Wahrscheinlichkeit, glaube ich, relativ groß, dass selbst ein gutes KI-Modell

Speaker:

Speaker1: diese Person nicht übertreffen wird.

Speaker:

Speaker1: Ich sehe es aber auf der anderen Seite eine wahnsinnige Chance darin,

Speaker:

Speaker1: weil diese Einstiegshürde einfach viel, viel kleiner ist.

Speaker:

Speaker1: Es gibt jetzt immer wieder Fälle, die man beobachten kann, wo man einfach sieht,

Speaker:

Speaker1: dass Leute ohne sämtliche Programmierefahrung auf einmal Ideen,

Speaker:

Speaker1: die sie im Kopf haben, auf einmal umsetzen können.

Speaker:

Speaker1: Und die Präzision und das Verständnis und die Qualität dessen, was die Leute in der

Speaker:

Speaker1: Was KI dort erstellt, wird ja auch mittlerweile von Monat zu Monat spürbar besser.

Speaker:

Speaker1: Und das Schöne ist ja, dass wir

Speaker:

Speaker1: Dort auch einfach Sachen probieren können. Und wenn am Ende die KI das Ergebnis

Speaker:

Speaker1: nicht richtig zusammenbaut, dann rufen wir bei euch an und dann muss das jemand lösen.

Speaker:

Speaker1: Das ist eine Luxussituation, die man hat, dass man einfach sagt, naja,

Speaker:

Speaker1: wir haben diese Möglichkeit, Sachen zu probieren und das ist ja das Schöne,

Speaker:

Speaker1: auch da wieder der Bezug auf die...

Speaker:

Speaker1: Die Entstehung von Filmen, dass man sagt, okay, ein Drehbuchautor oder Personen, die sonst

Speaker:

Speaker1: Ihre Geschichte entstehen lassen, können sie auf einmal anfangen zu visualisieren,

Speaker:

Speaker1: weil da brauchen sie kein Grafikstudium absolvieren dafür, um am Ende das richtig

Speaker:

Speaker1: zu übertragen, sondern sie können

Speaker:

Speaker1: Am Ende ihr Werk zerlegen in viele, viele kleine Teile und fangen an, das zu visualisieren.

Speaker:

Speaker1: Und man hat dann auf einmal auch da wieder eine andere Gesprächsgrundlage darüber

Speaker:

Speaker1: zu sagen, okay, ist das der richtige Weg?

Speaker:

Speaker1: Ist das diese Vision, die dort entsteht?

Speaker:

Speaker1: Und das macht das so interessant, dass man einfach diese Einstiegshürde nach unten fährt.

Speaker:

Speaker1: Das heißt aber nicht, dass man gänzlich ohne Spezialisten, ohne erfahrene Personen

Speaker:

Speaker1: auskommt in so einem Prozess, weil am Ende ist das ja

Speaker:

Speaker1: nicht ein Hobbyprojekt, was man irgendwie mal nebenbei macht,

Speaker:

Speaker1: sondern wir reden ja über,

Speaker:

Speaker1: du hast es ja auch angesprochen, über große Projekte, die man macht und davon nicht nur eins.

Speaker:

Speaker1: Und somit ist da natürlich auch viel Verantwortung für jeden Einzelnen dran.

Speaker:

Speaker1: Aber die technischen Möglichkeiten ist das, was uns so fasziniert daran,

Speaker:

Speaker1: dass man einfach sagt, wir können Sachen machen.

Speaker:

Speaker1: Wo wir vorher ein Team von Spezialisten heransetzen können, kann man zumindest

Speaker:

Speaker1: in eine Richtung entwickeln, wo man sagt, naja, da kann man sich darüber austauschen. Und

Speaker:

Speaker1: Wenn man dann natürlich in die Umsetzung gehen möchte und sagt,

Speaker:

Speaker1: okay, das will ich jetzt aber auch wirklich produktiv nutzen,

Speaker:

Speaker1: dann ist das nochmal ein anderes Gespräch. Und dann sollte man sich nicht unbedingt

Speaker:

Speaker1: rein auf ein KI-Ergebnis verlassen.

Speaker:

Speaker0: Simma-Einstiegs-Barriere senken, das gehe ich mit, das gehe ich total mit.

Speaker:

Speaker0: Ich musste gerade bei dem, was du erzählst, auch an meine wissenschaftliche Vergangenheit denken.

Speaker:

Speaker0: Da ist eine ganz wichtige Metrik, wie viele wissenschaftliche Veröffentlichungen

Speaker:

Speaker0: produzierst du, als Professor oder auch als Postdoc erstmal.

Speaker:

Speaker0: Je mehr Paper, desto besser vermeintlich.

Speaker:

Speaker0: Und das hat dazu geführt, dass natürlich alle Nase lang jemand auf die Idee

Speaker:

Speaker0: gekommen ist, ja klar, jetzt machen wir hier einfach autogenerierte Paper,

Speaker:

Speaker0: hauen die raus, damit der Index hochgeht.

Speaker:

Speaker0: Wie ist das bei euch? Wird es hier schon mit KI-generierten Drehbüchern geflutet?

Speaker:

Speaker1: Nein, ich glaube, da sind wir wieder bei dem Punkt, dass die,

Speaker:

Speaker1: natürlich gibt es hier und da Werke,

Speaker:

Speaker1: wo man das erkennt, dass da mehr KI im Spiel war, als vielleicht der eine oder

Speaker:

Speaker1: andere uns mitteilen will.

Speaker:

Speaker1: Aber es ist natürlich eine gute Mischung aus einer Branche, wo man sich auf

Speaker:

Speaker1: der einen Seite kennt und auf der anderen Seite ist es ja angesprochen,

Speaker:

Speaker1: dass die Diskussion, die es viel in Amerika gab, das heißt ja nicht,

Speaker:

Speaker1: dass es die hier nicht gab,

Speaker:

Speaker1: wie man mit solchen Sachen umgeht.

Speaker:

Speaker1: Ich finde, da haben wir bisher einen ganz guten Weg gefunden,

Speaker:

Speaker1: Dass die Branche an sich da sehr verantwortungsvoll mit umgeht.

Speaker:

Speaker1: Das heißt aber nicht, dass jeder

Speaker:

Speaker1: sich an diese Spielregeln hält und an die Regeln, die es gerade gibt.

Speaker:

Speaker1: Aber es ist definitiv so, dass wir uns natürlich auch immer wieder die Frage

Speaker:

Speaker1: stellen, Wie steigt jetzt jemand in einen Job bei uns ein?

Speaker:

Speaker1: Das ist wahrscheinlich sehr vergleichbar wie bei euch auch, dass man einfach

Speaker:

Speaker1: doch da eine Veränderung merkt.

Speaker:

Speaker1: Und das heißt nicht, dass es irgendwie an den Personen, die sich bewerben,

Speaker:

Speaker1: liegt, sondern dass sich diese ganze Prozesskette einfach da auch verändert

Speaker:

Speaker1: und sich Anforderungen verändern.

Speaker:

Speaker1: Und man jetzt vielleicht

Speaker:

Speaker1: im HR-Bereich sich auf andere Sachen fokussiert, die man sich vor einigen Jahren

Speaker:

Speaker1: noch nicht so detailliert in so einem Bewerbungsprozess angeschaut hätte.

Speaker:

Speaker0: Erik, ich habe noch eine Frage. Und zwar, wenn du dir ein Problem raussuchen

Speaker:

Speaker0: könntest, wo du dir wünschst, come on, also das müsste doch jetzt endlich mal

Speaker:

Speaker0: durch KI beseitigt werden, gelöst werden.

Speaker:

Speaker0: Welches Problem ist das?

Speaker:

Speaker1: Da gibt es so viele. Was nehmen wir da? Nein, eins. ja, dass man

Speaker:

Speaker1: ähm

Speaker:

Speaker1: Dass man, ja auch wenn man sich viel mit KI beschäftigt, dass es nicht heißt,

Speaker:

Speaker1: dass man am Ende mehr Zeit hat, sondern dass es, ich glaube,

Speaker:

Speaker1: eher der umgedrehte Fall ist, dass man das immer noch nicht erreicht ist, dass

Speaker:

Speaker1: Dadurch die Arbeitsbelastung und die Arbeitszeit, die man investiert,

Speaker:

Speaker1: dadurch weniger wird, sondern es ist auch da wieder natürlich eine tolle Entwicklung,

Speaker:

Speaker1: dass man sagt, man schafft in der gleichen Zeit, schafft man mehr.

Speaker:

Speaker1: Kleinere Teams schaffen jetzt Aufgaben, die größere Teams, wo vorher größere

Speaker:

Speaker1: Teams nötig gewesen wären.

Speaker:

Speaker1: Das sind alles Sachen, die ich sehr, sehr spannend finde.

Speaker:

Speaker1: Aber für mich selber hat sich das noch nicht erfüllt, dass sich da um irgendwelche

Speaker:

Speaker1: administrativen Aufgaben sich x Agenten drum kümmern und ich mich zurücklehnen kann und sagen kann,

Speaker:

Speaker1: das kommt vielleicht.

Speaker:

Speaker1: Wir werden es sehen aber das ist am Ende ja, blicke ich auch da nach vorne und

Speaker:

Speaker1: freue mich einfach drauf ja, da Teil dessen zu sein und das wirklich so dicht miterleben zu können

Speaker:

Speaker1: und somit ja, habe ich da jetzt keinen keinen konstantischen spezifischen Insight,

Speaker:

Speaker1: wo man sagt, das ist ein Problem wo wir glauben, dass KI uns das innerhalb kürzester Zeit aus dem Weg räumt

Speaker:

Speaker0: Aber du sprichst natürlich die organisatorischen, administrativen Prozesse an.

Speaker:

Speaker0: Ich glaube, es wird der Tag kommen, da werden wir uns die administrativen Excel-Schubsereien

Speaker:

Speaker0: als Form der Meditation zurückwünschen.

Speaker:

Speaker0: Erik, ich danke dir für das Gespräch, das war total spannend danke,

Speaker:

Speaker0: dass du uns auch einen Einblick geben konntest und,

Speaker:

Speaker0: uns da den Einblick gegeben hast was so eine Firma wie Konstantin ausmacht,

Speaker:

Speaker0: die wahrscheinlich jeder kennt, vermeintlich ich freue mich auf die weitere

Speaker:

Speaker0: Zusammenarbeit und wünsche dir alles Gute, bis zum nächsten Mal,

Speaker:

Speaker0: Vielen.

Speaker:

Speaker1: Vielen Dank bis bald

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Beyond AI
Die KI-Welt ist komplex. "Beyond AI" macht sie verständlich. Dr. Theo Steininger und Experten aus der Praxis zeigen, was KI wirklich kann – und was nicht. Ehrlich, nah an der Realität und ohne Hype. Für alle, die wissen wollen, was wirklich passiert.
Jeden Tag passiert etwas in der Welt der KI, von dem die meisten Menschen nie erfahren.
Nicht weil es geheim ist sondern weil es fast niemand so erklärt, dass es wirklich hängen bleibt.
Beyond AI ändert das. Dr. Theo Steininger arbeitet seit fast zehn Jahren täglich mit KI nicht nur auf Konferenzbühnen, sondern mit echten Unternehmen, echten Daten und echten Problemen. In diesem Podcast nimmt er uns mit in diese Welt: Was die Modelle heute wirklich können, wo sie noch kläglich scheitern und was das für die Art bedeutet, wie ganze Branchen arbeiten und entscheiden. Gemeinsam mit Gästen aus Forschung, Industrie und der Praxis jeder mit seinem eigenen Blickwinkel darauf, was KI in ihrer Welt gerade wirklich verändert. Immer nah an der Realität. Immer ehrlich. Nie abstrakt.
Für alle, die wissen wollen, was wirklich passiert nicht nur, was gerade im Trend liegt.